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Photovoltaik: Tesla zeigt Solar-Anhänger mit Starlink-Antenne

Tesla hat auf der Ideenexpo in Hannover einen Anhänger mit ausfahrbaren Photovoltaik-Modulen nebst Starlink-Antenne vorgestellt.
/ Andreas Donath
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Tesla-Photovoltaik-Anhänger (Bild: Tesla_Adri)
Tesla-Photovoltaik-Anhänger Bild: Tesla_Adri

Der Photovoltaik-Anhänger, den Tesla auf der Messe Ideenexpo in Hannover nach einer Meldung von Electrek(öffnet im neuen Fenster) ausgestellt hat, steht aktuell zwar nicht zum Verkauf, doch das Interesse des Publikums wurde durch das Ausstellungsstück geweckt. Es soll sich um einen Range-Extender handeln, mit dem das E-Auto nachgeladen werden kann.

Die drei PV-Paneele lassen sich während der Fahrt Platzsparend ineinander schieben, beim Parken werden sie auseinander gezogen. Electrek schätzt, dass selbst unter idealen Bedingungen täglich nur eine Reichweite von etwa 80 km nachgeladen werden kann. Die Stromquelle könnte aber ausreichen, um einen Akku zu versorgen, mit dem sich eine Starlink-Antenne betreiben lässt.

Starlink hat sein System kürzlich aktualisiert, um mit seinem Terminal Internet in fahrenden Fahrzeugen zu ermöglichen. Zudem hatte Elon Musk ein Update versprochen, das den Strombedarf der Antenne senkt. In den USA gestattete die dortige Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) Anfang Juli 2022, Starlink in verschiedenen Vehikeln einzusetzen . SpaceX führte kürzlich die Option Portability ein. Sie ermöglicht es Privatkunden von Starlink, den Dienst gegen Aufpreis unterwegs zu nutzen. Das Satelliteninternet darf dann nicht mehr nur an der registrierten Adresse genutzt werden, sondern etwa auch im Urlaub.

Unternehmen wie Aptera , Sono und Lightyear bestücken bereits Fahrzeuge mit Solarzellen, damit zumindest bei gutem Wetter und geringer Verschattung etwas Strom produziert werden kann, um die Reichweite zu erhöhen. Das erste dieser Fahrzeuge, das eine Serienzulassung erhielt, ist der Lightyear 0 . Auf der Motorhaube und dem Dach des Lightyear 0 befinden sich fünf Quadratmeter Solarzellen, die nach Herstellerangaben unter Idealbedingungen an einem Sommertag eine zusätzliche Reichweite von 70 km ermöglichen.

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Busse ziehen PV-Module im Anhänger

Die Idee, PV-Anlagen auf einem Anhänger zu platzieren, ist nicht neu. Anfang 2021 hatte Sono Motors den Prototyp eines Solaranhängers vorgestellt. Die Solarzellen, mit denen die Oberflächen ausgelegt sind, sollen Strom etwa für Kühlaggregate liefern. Das Konzept passte die Münchener Verkehrsgesellschaft sogar für den Nahverkehr an und ließ einen Anhänger bauen, der hinter einem Bus hinterhergezogen wird. Die 20 semi-flexiblen Photovoltaik-Module auf dem Anhänger haben eine Fläche von zwölf Quadratmetern. Sie liefern über 2.000 Watt elektrischer Energie an die 24-Volt-Batterie des Fahrzeugs. Der Bus, der den Anhänger zieht, hat allerdings einen konventionellen Dieselantrieb. Der Solarstrom wird deshalb vor allem für den Betrieb von Heizung, Lüftung und Klimaanlage (HLK) sowie für das Lenksystem des Anhängers genutzt.


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