Neuer Ansatz des Forschungsteams
Das chinesische Forschungsteam ging anders vor: Es konnte mit einer Mischung aus drei Flüssigkeiten und bleihaltigen Carboxylatsalzen eine Beschichtung für die industrielle Produktion schaffen, so dass die Zellen nur 2 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit verloren. Zum Vergleich wurden identisch aufgebaute Zellen mit der bisherigen Standardbeschichtung versehen. Diese verloren unter denselben Bedingungen 39 Prozent ihrer maximalen Leistung.
Während diese Entwicklung die praktische Nutzung von Perowskit-Solarzellen voranbringen könnte, könnte das giftige Blei mindestens bei der späteren Entsorgung Probleme bereiten. Die Haltbarkeit der Beschichtung stimmt immerhin zuversichtlich, dass das Schwermetall nicht schon während der Nutzungszeit in die Umwelt gelangt.
Im Praxistest überzeugend
Parallel zu den Laborversuchen wurde auch im Freien ein Praxistest durchgeführt. Neben der Anlage mit Perowskit-Zellen wurde eine identische Anlage mit herkömmlichen Solarzellen aufgebaut.
Die neu entwickelten Zellen konnten die Siliziumzellen stets um mehrere Prozent übertreffen. Im Mai 2026 sollen fast 6 Prozent mehr Strom aus den Perowskitmodulen erzeugt worden sein. Je höher die Außentemperaturen, desto besser arbeiten demnach die Module aus Perowskit.
Die zugehörige Studie wurde in Nature(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.
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