China beherrscht den Markt

2020 stammten 67 Prozent der Module mit Silizium-Solarzellen aus China. Asien insgesamt kommt mit Südkorea, Malaysia, Vietnam und Japan sogar auf stolze 95 Prozent Weltmarktanteil. Mit zwei bis drei Prozent liegen Europa und die USA weit dahinter.

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Immerhin reichen die Produktionskapazitäten derzeit aus, um die zunehmende Nachfrage zu decken - 2021 wurden weltweit Solaranlagen mit 183 Gigawatt Leistung installiert. Analysten der Strategieberatung Bloomberg New Energy Finance prognostizieren für das laufende Jahr bereits 228 Gigawatt und 334 Gigawatt für 2030.

Laut Irena ist bis 2050 eine Erhöhung auf knapp 450 Gigawatt jährlich nötig, um eine klimaneutrale Stromversorgung zu erreichen. "Für China wäre die Kapazitätssteigerung kein Problem", sagt Quaschning. Dort könnten innerhalb von 12 bis 18 Monaten neue Giga-Solarfactories aufgebaut werden.

Aus heutiger Sicht ist es deshalb nicht unwahrscheinlich, dass China seinen Marktanteil an Silizium-Modulen nicht nur halten, sondern sogar ausbauen könnte. Eine Gefahr für die globale Energiewende.

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Denn sollte China einen militärischen Übergriff auf das von ihm als abtrünnige Provinz angesehene Taiwan wagen oder sollten die Verletzungen der Menschenrechte im Land zunehmen, könnten sich Staaten wie die USA, Japan und Europa gezwungen sehen, ein breites Wirtschaftsembargo vergleichbar mit den Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Und selbst wenn dieses Worst-Case-Szenario nicht eintritt, birgt die große Abhängigkeit von China Risiken - nicht zuletzt wegen des politischen und wirtschaftlichen Druckmittels, über das China mit seiner Solar-Dominanz verfügt.

"Es wäre gut, wenn wir die Produktion deutlich ausbauen", sagt Energieexperte Quaschning. Das gelinge zwar nicht "schnell über Nacht". Aber die Solarbranche in Deutschland und Europa ist in Aufbruchstimmung. Erste Schritte sind bereits erfolgt.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

So installierte das schweizerische Unternehmen Meyer Burger in Sachsen letztes Jahr eine Zell- und Modulfertigung für 400 Megawatt Leistung. Dieses Jahr soll ein weiteres Gigawatt dazukommen. Ab Ende 2023 will Greenland Gigafactory jährlich Perc-Silizium-Module mit fünf Gigawatt Leistung im spanischen Sevilla fertigen.

In Frankreich plant die norwegische Gruppe REC die Produktion von zwei Gigawatt Heterojunction-Modulen bis Ende dieses Jahres, bis 2025 sollen es vier Gigawatt werden. Dazu kommen weitere Fertigungslinien anderer Unternehmen mit einigen Hundert Megawatt Leistung in den Niederlanden, Rumänien und Polen. Lagen Ende 2020 die Produktionskapazitäten in der EU für Solarzellen noch bei 650 Megawatt und für Module bei 6,75 Gigawatt, ist eine Verdopplung binnen weniger Jahre absehbar.

Neue Fabriken für Solarzellen und -module allein führen allerdings noch längst nicht zu einer - wenigstens teilweisen - Unabhängigkeit von Importen.

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 Photovoltaik: Auf der Suche nach einem Platz an der SonneSilizium für Solarzellen 
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Lachser 27. Aug 2022 / Themenstart

Auf ein Problem geht der Artikel leider nicht sein. Eine Solaranlage alleine bringt noch...

Clown 25. Aug 2022 / Themenstart

Trägst Du denn die (finanzielle) Verantwortung für tausende Jahre strahlenden Müll?

PrinzessinArabella 22. Aug 2022 / Themenstart

War eher umgekehrt, wegen massiver Subventionen war sie ineffektiv, gleichzeitig bekamen...

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