Phison, RAM, SSDs: Flash-Speicher wird 2026 wohl noch teurer
Innerhalb von sechs Monaten haben sich die Preise für NAND-Flash-Speicher verdoppelt, was unter anderem dem globalen Trend zu KI-Hardware und deren Bedarf für viel Speicher geschuldet ist. Diese hohe Nachfrage wird wohl noch mehrere Jahre weiter bestehen. Davon geht Khein-Seng Pua, CEO von Phison Electronics, aus. Er wiederholt damit seinen Standpunkt vom Oktober 2025 .
Phison gehört zu den größten Herstellern für Flash-Speicher und Flash-Controller. Das Unternehmen gibt laut der Branchenzeitung Digitimes Asia(öffnet im neuen Fenster) an, dass Fertigungskapazitäten für das Jahr 2026 zudem quasi ausgebucht sind. Neue Aufträge können deshalb so gut wie nicht mehr angenommen werden. Neue Kapazitäten sollen erst Ende 2027 abrufbar sein, wenn weitere Fabriken eröffnen.
Fokus weg vom Endkundenmarkt
Und trotzdem sinkt der Reingewinn von Phison im dritten Quartal 2025 auf 7,9 Prozent ab, obwohl 280 Prozent mehr Phison-Controller verkauft wurden. Das Unternehmen habe viel Geld in die Entwicklung neuer Produkte gesteckt, was den Gewinn geschmälert habe, so das Unternehmen.
Allerdings will sich Phison im kommenden Jahr auf mehr Gewinn konzentrieren. Das bedeutet einen Fokuswechsel vom weniger lukrativen Endkundengeschäft auf Enterprisekunden, wo Margen für Hardware merklich höher ausfallen. 2026 sollen 20 bis 30 Prozent mehr SSDs an Geschäftskunden verkauft werden. Für Privatkunden könnte das aber auch bedeuten, dass RAM- und SSD-Preise noch einmal steigen. Der Trend hält bereits seit mehreren Monaten an.
Parallel will Phison die AI-Adaptive+-Technik vermarkten. Diese soll an PCIe-Schnittstellen angeschlossene Hardware speichereffizienter für KI-Modelle machen. Dafür arbeitet der Konzern mit GPU- und Serverherstellern zusammen.
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