Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Phishing-Warnung: Kleinanzeigen informiert Nutzer über Datenpanne

Angreifer sind über eine Schnittstelle von Kleinanzeigen an Nutzerdaten gelangt. Der Anbieter warnt vor einem möglichen Missbrauch für Phishing.
/ Marc Stöckel
4 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Anwender sollten bei vermeintlichen E-Mails von Kleinanzeigen besser genau hinsehen. (Bild: pexels.com / Fernando Arcos)
Anwender sollten bei vermeintlichen E-Mails von Kleinanzeigen besser genau hinsehen. Bild: pexels.com / Fernando Arcos

Das Kleinanzeigenportal Kleinanzeigen, ehemals Ebay Kleinanzeigen, wird immer wieder mit Betrugsfällen in Verbindung gebracht. Einige davon wurden offenbar zuletzt durch eine unzureichend geschützte API ermöglicht. Das geht aus einer E-Mail hervor, die Kleinanzeigen an betroffene Nutzer verschickt. Das vollständige Schreiben ist unter anderem in einem Blogbeitrag des IT-Bloggers Günter Born(öffnet im neuen Fenster) zu sehen.

Den Angaben zufolge hat Kleinanzeigen "vermehrte Zugriffe auf eine technische Schnittstelle" festgestellt. Durch Angabe einer E-Mail-Adresse konnten Angreifer dabei jeweils prüfen, ob diese auf der Plattform registriert war. Falls ja, konnte die Adresse mit weiteren öffentlich zugänglichen Profildaten verknüpft werden.

Zu diesen verknüpften Daten gehören den Angaben zufolge Profilname, Nutzer-ID, die Anzahl der Anzeigen sowie das Registrierungsdatum des jeweiligen Kontos. Kleinanzeigen betont, dass diese Informationen ohnehin öffentlich sind. Für gezieltes Phishing eignen sie sich in Verbindung mit der E-Mail-Adresse aber dennoch.

Warnung vor Phishing

Kleinanzeigen gibt in seinem Schreiben an, die von den Angreifern genutzte technische Zugriffsmöglichkeit geschlossen und für betroffene Konten zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben. Zudem versichert das Unternehmen, dass keine Passwörter offengelegt wurden. Für Anwender besteht also kein Handlungsbedarf.

Bezüglich möglicher Phishingangriffe sollten Kleinanzeigen-Nutzer jedoch wachsam bleiben, zumal die Daten ja bereits abgegriffen wurden und damit in nächster Zeit für weitere Betrugsversuche genutzt werden könnten. "Öffne keine unerwarteten Links und gib dein Passwort oder Zahlungsdaten niemals über einen Link in einer E-Mail ein", warnt der Plattformbetreiber in seiner Mail.

Weitere Sicherheitstipps zur Nutzung von Kleinanzeigen sind auf der Website des Unternehmens zu finden(öffnet im neuen Fenster). Dort empfiehlt Kleinanzeigen zur Vorbeugung möglicher Kontoübernahmen unter anderem die Nutzung von einzigartigen Passwörtern je Dienst sowie die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Zudem zeigt der Anbieter dort, woran betrügerische E-Mails und Chatnachrichten häufig erkennbar sind.


Relevante Themen