Philologenverband: Schulen fordern Wartung statt WLAN

Laut den Lehrern müssen an Schulen ganz andere Probleme gelöst werden, statt Wi-Fi und Tablets anzuschaffen. Whiteboards, Computer und Laptops sind meist nicht einsatzfähig, weil es kein Wartungspersonal gibt. Zudem gibt es Ängste vor WLAN.

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Kinder bei einem IT-Wettbewerb von Liberty Global in Amsterdam
Kinder bei einem IT-Wettbewerb von Liberty Global in Amsterdam (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der Deutsche Philologenverband hat den DigitalpaktD des Bundesbildungsministeriums für IT an 40.000 Schulen grundsätzlich begrüßt, erwartet aber keine großen Effekte. Das Hauptproblem in den Klassen sei nicht eine mangelhafte WLAN-Anbindung, sondern der massenhafte Ausfall von Computern, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der Neuen Osnabrücker Zeitung. Rund ein Drittel der Geräte sei nicht einsatzfähig, weil es an Wartung durch IT-Experten fehle und Lehrer diese Aufgabe in ihrer Freizeit erledigen müssten.

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Problematisch bei dem Plan von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sei auch, dass 5 Milliarden Euro für die Digitalisierung bereitgestellt würden. Aber für die noch dringendere Sanierung von maroden Schulgebäuden oder deren behindertengerechten Ausbau stünden keine Mittel zur Verfügung.

Angst vor WLAN-Belastung

Mit einem Prozent der von Wanka bereitgestellten Summe könnte ferner die dringend notwendige Leseförderung finanziert werden. Hier gebe es bei den Schülern massive Defizite, beklagte Meidinger.

Meidinger betonte in einer Erklärung des Verbandes: "Das Hauptproblem bei der Digitalisierung von Schulen ist nicht vorrangig die Frage der Endgeräte, sondern das Fehlen einer professionellen, jederzeit verfügbaren Betreuung durch nur dafür zuständiges Personal, wie es in jedem Wirtschaftsunternehmen heute Standard ist."

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Meidinger wies darauf hin, dass deshalb die Bundesländer und die Kommunen ebenfalls gefordert seien, sich an dieser Initiative intensiv zu beteiligen. "Was nutzt die beste digitale Ausstattung, wenn die Computerräume an mindestens einem oder zwei Tagen in der Woche nicht genutzt werden können, weil keine Fachkraft zur Wartung zur Verfügung steht".

Die überwiegende Mehrheit der Lehrkräfte sei für die Nutzung digitaler Technik offen. Allerdings gehe dies schnell verloren, wenn sie regelmäßig feststellen müssten, dass Whiteboards, Computer und Laptops wegen mangelnder Wartung nicht einsatzfähig seien.

Eine WLAN-Anbindung von Schulen scheitere in einigen Fällen außerdem nicht an der Finanzierung, sondern weil sich Teile der Schulfamilie wegen der befürchteten Strahlenbelastung dagegen entschieden. Daran werde auch die Digitalisierungsoffensive nichts ändern können.

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Fuchur 14. Okt 2016

Kann man doch, man darf nur nicht erst in der weiterführenden Schule damit anfangen...

Dr.Zoidberg 14. Okt 2016

Bel bzw 10-tel Bel oder Dezibel dB beschreibt ein Verhältnis im logarithmischen Maßstab...

RicoBrassers 14. Okt 2016

Ist doch egal. Dann wird halt statt WLAN die Mobilfunkverbindung genutzt. Da kann man...

RicoBrassers 14. Okt 2016

Mir ist aktuell nichts bekannt, kann aber gerne mal meine "alten Quellen" befragen. ;)

RicoBrassers 14. Okt 2016

Aber genauso ist es doch bereits. Fest geplanter Unterricht etc. Man könnte den Schülern...



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