Philips: Supermarkt-Navi mit LED-Datenfunk
Wo sind die Avocados, die Limetten und das Koreanderkraut? Damit der Kunde nicht hilflos durch den Supermarkt eilen muss, um die Zutaten für Guacamole(öffnet im neuen Fenster) zu finden, hat Philips ein Navigationssystem entwickelt, das über LED-Blitze mit dem Smartphone des Kunden kommuniziert. Dabei wird ihm die günstigste Route durch die Regale mit den Fundorten für die Zutaten auf das Smartphone übermittelt.
Über die Lichtblitze können auch Sonderangebote zur App des Benutzers gesendet werden, wenn er sich unmittelbar in der Nähe der beworbenen Ware befindet. Das wäre eine Alternative zu Apples iBeacon-Technik, die mit Bluetooth statt mit Licht arbeitet.
Zusätzliche Infrastruktur wie bei dem iBeacon-System müssten die Supermartkbetreiber nur in wesentlich geringerem Maße aufbauen. Lichtsockel und Strom für das Kommunikationssystem sind schon vorhanden.
LEDs flackern Daten zur Kamera des Smartphones
Das Philips-System funktioniert über Visible Light Communication (VLC), englisch für: "Kommunikation über sichtbares Licht". Die Lichtkommunikation ist mit der eines Morsecodes vergleichbar, nur dass statt einer Lichtquelle hier gleich zahlreiche einzelne LEDs funken können.
Forscher am Heinrich-Hertz-Institut HHI in Berlin hatten schon 2011 mit sichtbarem Licht eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von 800 MBit/s mit LEDs ermöglicht , die eigentlich zur Raumbeleuchtung eingesetzt werden. Die als Visible Light Communication (VLC) bezeichnete Technik wurde ursprünglich vom HHI zusammen mit Siemens und France Telecom Orange Labs entwickelt.
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