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Philae: Erstes Raumschiff landet auf einem Kometen

Besser als Hollywood: Das von Rosetta abgesetzte Landefahrzeug Philae ist gegen 16:30 Uhr auf dem Kometen 67P Tschurjumow-Gerassimenko gelandet. Es ist die erste Landung eines Raumfahrzeugs auf einem Kometen überhaupt. Es gibt aber Zweifel, ob der Lander sich auf dem Kometen halten kann.
/ Werner Pluta
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Lander Philae kurz nach der Abtrennung von der Sonde Rosetta (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)
Lander Philae kurz nach der Abtrennung von der Sonde Rosetta Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Philae ist pünktlich! Um 17:03 Uhr bricht Jubel im Kontrollzentrum in Darmstadt aus: Das Landefahrzeug Philae ist auf dem Kometen 67P Tschurjumow-Gerassimenko(öffnet im neuen Fenster) angekommen. Der Lander war am Vormittag von der Sonde Rosetta abgetrennt worden.

Das Signal war, dass die Sensoren der Landemechanismen ausgelöst hatten. Daraus lasse sich schließen, dass die Landung geglückt sei, erklärte Hansjörg Dittus, im Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für den Bereich Raumfahrtforschung zuständig. "Wenn er auf dem Kopf läge, könnte er uns nichts erzählen."

Neue Adresse

"Touchdown!" , twitterte die Sonde(öffnet im neuen Fenster) . "Meine neue Adresse: 67P!" Ob sich der Lander aber auf dem Kometen halten kann, ist nicht klar: Koen Geurts, ein DLR-Mitarbeiter im Lander-Kontrollzentrum in Köln, sagte, sie hätten kein Signal bekommen, dass die Harpunen ausgelöst worden seien. Das bereite ihnen noch Sorgen. Die europäische Raumfahrtagentur Esa hatte erst getwittert(öffnet im neuen Fenster) , die Harpunen seien ausgelöst worden, bestätigte dann aber(öffnet im neuen Fenster) , dass dies nicht der Fall gewesen sei. Die Experten suchen nach einer Möglichkeit, die Harpunen abzufeuern.

Philae hat sich an den vorausberechneten Zeitplan gehalten: Die Landung auf dem merkwürdig geformten Kometen war für kurz nach 16:30 Uhr berechnet worden. Bis das Signal auf der Erde ankam, dauerte es jedoch eine halbe Stunde: Komet, Sonde und Lander sind 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Großer Tag für die Menschheit

"Dieser Tag ist ein großer Tag" , sagte der sichtlich bewegte Klim Iwanowitsch Tschurjumow, "für die Wissenschaft und für die menschliche Zivilisation" . Tschurjumow hatte den Kometen mit Swetlana Gerassimenko im Jahr 1969 entdeckt.

Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen, gratulierte den Verantwortlichen: "Das ist ein Tag der Begeisterung, des Glücks und der Faszination." Ein Vertreter der britischen Regierung resümierte: "Hollywood is good, but Rosetta is better."


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