Abo
  • Services:

Phil Fish: "Let's Play ist im Grunde Piraterie"

Zuletzt hatte sich Nintendo mit der Let's-Play-Video-Community angelegt, nun äußert sich Indie-Entwickler Phil Fish (Fez) empört über die Video-Macher, von denen einige Millionengewinne machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Fez
Artwork von Fez (Bild: Polytron Corporation)

Der kanadische Spielentwickler Phil Fish - einer der Gründer und Chefs des Indie-Entwicklerstudios Polytron Corporation - hat sich öffentlich über die Macher von Let's-Play-Videos empört. Kurz zuvor war im Wall Street Journal ein Bericht erschienen, dem zufolge der unter dem Pseudonym Pewdiepie bekannte Schwede Felix Kjellberg mit seinen rund 27 Millionen Abonnenten auf Youtube jährlich rund vier Millionen US-Dollar über Werbung verdient.

Stellenmarkt
  1. Vector Informatik GmbH, Regensburg
  2. SoftProject GmbH, Ettlingen

Phil Fish nennt den Artikel zwar nicht direkt, bezieht sich in mehreren Twitter-Beiträgen aber offensichtlich darauf - und ist sauer: "Wenn du Geld verdienst, indem du meine Inhalte auf deinem Kanal zeigst, schuldest du mir Geld." Außerdem schreibt er, dass die Macher der Youtube-Videos "im Grunde Piraterie" betrieben. Inzwischen hat Fish die Beiträge mitsamt seines gesamten Nutzerkontos gelöscht; Screenshots sind unter anderem auf der US-Seite Gameinformer.com zu finden.

Viele Spieler und vor allem die Ersteller von Let's-Play-Videos sind wegen der Äußerungen von Fish verärgert. Ein Youtuber namens Ryan Letourneau (Northernlion) etwa schreibt auf Twitter, dass er die Aussagen von Fish enttäuschend finde. Er habe den Entwickler bei früheren kontroversen Äußerungen immer wieder öffentlich verteidigt.

Phil Fish ist allerdings nicht der Einzige, der an den Einnahmen der Let's-Play-Videos mitverdienen möchte. Auch Nintendo hatte im Sommer 2013 verlangt, dass es Werbeerlöse aus Videos mit seinen Spielen anstelle der Youtuber erhalten müsse, diese Maximalforderung aber im Mai 2014 abgeschwächt. Das Unternehmen fordert seitdem lediglich einen Anteil an den Erlösen.

Die meisten anderen Publisher, darunter Ubisoft, EA und Warner Brothers Games, sind um einen möglichst guten Umgang mit Let's-Playern bemüht. Sie stellen den Szenegrößen ihre Spiele teils kostenlos zur Verfügung oder laden sie zu Veranstaltungen ein. Sie sehen die Videos als Teil ihrer PR- und Marketingaktivitäten, für die sie auf anderen Kanälen und Wegen viel Geld für die gleiche verkaufsfördernde Wirkung bezahlen müssten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 2,99€
  3. (u. a. Assassin's Creed Origins PC für 29€)
  4. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

edgario 31. Mai 2015

Vieles darüber kannst du im Netz finden. Andere Rechtsanwälte sind mit dem Thema schon...

hw75 03. Jul 2014

So ein Käse. Statt aufpolierter "Reviews" von IGN und Konsorten zappe ich lieber durch...

Neuro-Chef 01. Jul 2014

Komisch, bei "Raubkopien" sieht man das anders. Wie beliebig.

Neuro-Chef 30. Jun 2014

Der Entwickler kann sein Spiel ja auch selbst Let's Playen. Vor Veröffentlichung!

throgh 21. Jun 2014

Und wenn es so wäre ... es zeigt doch letztendlich nur wie unsinnig die komplette...


Folgen Sie uns
       


Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live

Nach der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten sprach sich am Mittwoch in Brüssel auch der Rechtsausschuss des Europaparlaments für ein Recht aus, das die digitale Nutzung von Pressepublikation durch Informationsdienste zustimmungspflichtig macht. Ein Uploadfilter, der das Hochladen urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindern soll, wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Doch was bedeutet diese Entscheidung am Ende für den Nutzer? Und wer verfolgt eigentlich welche Interessen in der Debatte?

Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /