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Phase One IQ4 im Test: Think big

Inzwischen gibt es Mittelformatkameras, die für ambitionierte Amateure bezahlbar und bedienbar sind. Die Phase One Q4 gehört nicht dazu. Sie ist groß und teuer - aber die Bilder sind ein Traum.

Ein Test von veröffentlicht am
Mittelformatkamera Phase One IQ4: Wer regelmäßig Sport treibt, kann besser mit der Kamera umgehen.
Mittelformatkamera Phase One IQ4: Wer regelmäßig Sport treibt, kann besser mit der Kamera umgehen. (Bild: Petra Vogt)

An dieser Kamera ist alles groß: der Chip, die Bilddaten, die Bildqualität, das Gewicht, die Objektive - und der Preis: Das Mittelformatsystem IQ4 des dänischen Herstellers Phase One ist derzeit die Digitalkamera mit der höchsten Auflösung auf dem Markt. Entsprechend sind wir im Test von der Bildqualität überwältigt.

Inhalt:
  1. Phase One IQ4 im Test: Think big
  2. Personalisierbare Bedienung
  3. Wenig Rauschen
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Die IQ4 ist eine klassische Mittelformatkamera: Sie ist deutlich größer und schwerer als eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR). Im Vergleich mit ihr nimmt sich selbst eine Profi-DSLR wie die Canon EOS 5Ds leicht und handlich aus. Mit der Bildqualität des großen Mittelformatsensors hingegen kann auch deren 50-Megapixelsensor nicht konkurrieren.

Das Gehäuse ist groß und kastig und modular aufgebaut. Das bedeutet, Sucher und Rückteil sind abnehmbar. Die von uns getestete Kamera hat einen Prismensucher. Phase One bietet aber als Zubehör auch einen Lichtschachtsucher an, wie ihn die alten analogen Mittelformatkameras hatten.

Im Rückteil steckt der Sensor der Kamera. Er kann außer an die Mittelformatkamera auch an eine Fachkamera angebaut werden. Der CMOS-Sensor, der von Sony gefertigt wird, ist 5,34 x 4 cm groß und hat eine Auflösung von 151 Megapixeln (14.204 x 10.652 Pixel).

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Der Sensor ist damit etwas kleiner als das Format, das in der analogen Fotografie normalerweise mit Mittelformat assoziiert wurde, nämlich 6 x 6 cm. Er ist aber deutlich größer als ein Vollformatsensor einer DLSR, der dem analogen Kleinbildformat (KB) von 2,4 × 3,6 cm entspricht, und als die Sensoren der spiegellosen Mittelformatkameras Hasselblad und Fuji, die wir im vergangenen Jahr getestet haben. Deren Sensoren sind jeweils knapp 4,4 x 3,3 cm groß und haben eine Auflösung von rund 50 Megapixeln.

Beide Komponenten machen einen stabilen Eindruck, haben aber ordentlich Gewicht: Die Kamera mit Sucher wiegt 1,4 kg, das Rückteil 750 Gramm, beides zusammen entsprechend 2,15 kg inklusive Speicherkarten und Akkus, aber ohne Objektiv. Mit dem Objektiv mit einer Brennweite von 80 mm - das 50 mm KB - muss der Fotograf schon knapp 2,8 kg stemmen, mit dem 35-mm-Weitwinkelobjektive (22 mm KB) gar 3,4 kg.

Die Fotos - eine Videoaufnahme gibt es nicht - werden standardmäßig im Phase-One-eigenen RAW-Format .IIQ auf eine XQD-Karte gespeichert. Hinzu kommt eine SD-Karte, auf der entweder verkleinerte Vorschaubilder im JPG-Format gespeichert werden, oder die bei wichtigen Shootings, bei denen nichts schiefgehen darf, als Backup für die XQD-Karte dient. Wegen der hohen Auflösung empfehlen sich Karten mit viel Speicherplatz: Ein Bild ist zwischen 140 und 260 Megabyte groß. Bei einer Session haben wir 281 Bilder gemacht und damit eine 64 GByte große XQD-Karte zu drei Vierteln gefüllt.

  • Die Mittelformatkamera Phase One IQ4 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sie sieht aus wie eine klassische Mittelformatkamera: ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... groß ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und etwas klobig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wie eine klassische Mittelformatkamera ist sie modular: Das Rückteil mit dem Sensor ist abnehmbar. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Objektive stammen von Schneider Kreuznach. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bedient wird die Kamera über den Touchscreen am Rückteil, ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... den Touchscreen auf dem Gehäuse ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... sowie über Einstellräder und Knöpfe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fotos werden auf einer XQD-Karte gespeichert. Eine SD-Karte dient unter anderem als Backup. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera verfügt über WLAN,  über einen Gigabit-Ethernet-Anschluss .... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ...  sowie über USB-C. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Um die Kamera sicher zu transportieren, hat uns Phase One einen staiblen Koffer zur Verfügung gestellt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es hat sehr viel Spaß gemacht, damit zu fotografieren. (Foto: Petra Vogt)
Die Mittelformatkamera Phase One IQ4 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Die Kamera zieht ordentlich Leistung. Deshalb hat sie auch zwei Akkus: Einer sitzt im Rückteil, der andere in der Kamera. Beide werden stark beansprucht: Nach etwa 170 bis 200 Fotos werden sie schon schwach, und wie wir festgestellt haben, stehen einige Funktionen wie Fokus Stacking nicht mehr zur Verfügung, wenn der Ladestand zu niedrig ist. Mehrere Akkus im Gepäck zu haben, ist deshalb sinnvoll - zum Lieferumfang gehören vier. Praktisch ist, dass das Ladegerät zwei Akkus gleichzeitig lädt.

Als Schnittstellen stehen WLAN (802.11ac), USB-C sowie Gigabit-Ethernet für das Tethered Shooting zur Verfügung. Über die beiden letzteren können Daten übertragen und die Kamera gesteuert werden. Außerdem lässt sich die Kamera darüber mit Strom versorgen.

Um mit der Kamera zu fotografieren, muss sie erst eingeschaltet werden. Bis das interne Betriebssystem, ein angepasstes Linux, gestartet ist, dauert es etwa 20 Sekunden. Dann kann es losgehen.

Personalisierbare Bedienung 
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B.I.G 27. Mai 2019

Weshalb denn Beileid? Du bist ein Komischer Mensch :)

t3st3rst3st 27. Mai 2019

"Im ersten Moment ist Capture One etwas gewöhnungsbedürftig - weil etwa die...

Eheran 26. Mai 2019

Schade, dass keinerlei Reaktion oder sowas kommt. Ist ja nicht so, dass einzelne Sachen...

Mohrhuhn 26. Mai 2019

Einfach bei Schnee mittags den Objektivdeckel nicht abnehmen. Reduziert den Lichteinfall...

macray 26. Mai 2019

Die Bildfehler auf dem ersten Bild finde ich nicht so prall - gleich mal Dreck auf den...


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