• IT-Karriere:
  • Services:

Pharmahersteller: Merck musste wegen NotPetya-Angriff Medikamente leihen

Auch das Pharmaunternehmen Merck Sharp und Dohme merkt den NotPetya-Angriff in seiner Bilanz: Rund 375 Millionen US-Dollar Ausfall gibt das Unternehmen durch die Ransomware an. Um den Betrieb trotz Produktionsausfällen aufrechtzuerhalten, hat sich die Firma sogar Medikamente bei den US-Behörden geliehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Logo des Pharmaherstellers Merck Sharpe und Dohme.
Das Logo des Pharmaherstellers Merck Sharpe und Dohme. (Bild: Merck Sharpe und Dohme)

Der US-Pharmahersteller Merck Sharp und Dohme hat durch den NotPetya-Malwareangriff rund 375 Millionen US-Dollar verloren. Wegen Produktionsausfällen habe das Unternehmen sogar Medikamente leihen müssen, um die eigenen Verpflichtungen weiterhin bedienen zu können, teilte Merck mit Blick auf das Ergebnis des dritten Quartals mit .

Stellenmarkt
  1. Walhalla u. Praetoria Verlag GmbH & Co. KG, Regensburg
  2. IDS GmbH, Ettlingen

Der NotPetya-Angriff hatte bei dem Unternehmen, wie bei vielen anderen, zu Produktionsausfällen geführt. Die Malware tarnt sich als Ransomware, ist nach Einschätzung von Experten aber ein "Wiper", also auf Zerstörung ausgelegt. Es soll keine Möglichkeit geben, verschlüsselte Daten wiederherzustellen. NotPetya verbreitete sich vor allem über eine Schwachstelle in der ukrainischen Buchhaltungssoftware Medoc. Für die Verbreitung in Unternehmensnetzwerken wurden aber auch SMB-Schwachstellen genutzt.

Merck lieh sich Medikamente

Für etwa 240 Millionen US-Dollar lieh das Unternehmen demnach Medikamente bei den US-Zentren für Krankheitsvorsorge und dem Prevention Pediatric Vaccine Stockpile. Bei dem Medikament handelt es sich um Gardasil 9, ein Impfstoff gegen "einige Krebsarten und andere Krankheiten, die durch HPV ausgelöst werden". Bei HPV handelt es sich um die Gruppe der sogenannten Humanen Papillomviren, die tumorartiges Wachstum in Körperzellen auslösen können.

Darüber hinaus seien die Verkäufe in verschiedenen Märkten ebenfalls durch den Angriff bedingt um etwa 135 Millionen US-Dollar zurückgegangen. Die Gesamtumsätze des Unternehmens im dritten Quartal 2017 gingen um 2 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar zurück. Merck strebt ein Jahresergebnis für das Gesamtjahr 2017 von 40 bis 40,5 Milliarden US-Dollar an.

Auch die Logistikkonzerne Maersk und TNT hatten jeweils große Schäden durch NotPetya. Maersk gab einen Verlust von 200 bis 300 Millionen US-Dollar an, TNT ebenfalls rund 300 Millionen.

Nachtrag vom 30. Oktober 2017, 10:53 Uhr

Bild ausgetauscht. Verdeutlicht, dass es sich um das internationale Unternehmen Merck Sharp und Dohme handelt und nicht um die Merck KGaA aus Deutschland.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. 29,99€
  3. 19,99
  4. (-58%) 16,99€

Anonymer Nutzer 31. Okt 2017

mag sein, trotzdem sollten unternehmen ihre versäumnisse nicht auf den staat abwälzen...

blackout23 30. Okt 2017

Ja logischerweise würde man es so machen. Merck KGaA heißt überall Merck außer in...


Folgen Sie uns
       


DJI Robomaster S1 - Test

Was fährt da auf dem Flur entlang? Der Robomaster S1 ist ein flinker Roboter, mit dem wir Rennen fahren oder gegen andere Robomaster im Duell antreten können. Das macht einen Riesenspaß und ist auch ein guter Einstieg ins Programmieren.

DJI Robomaster S1 - Test Video aufrufen
Netzwerke: Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist
Netzwerke
Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist

5G ist mit großen Marketing-Versprechungen verbunden. Doch tatsächlich wird hier mit immensem technischem und finanziellem Aufwand überwiegend das umgesetzt, was Wi-Fi bereits kann - ohne dessen Probleme zu lösen.
Eine Analyse von Elektra Wagenrad

  1. Rechenzentren 5G lässt Energiebedarf stark ansteigen
  2. Hamburg Telekom startet 5G in weiterer Großstadt
  3. Campusnetze Bisher nur sechs Anträge auf firmeneigenes 5G-Netz

Weltraumsimulation: Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend
Weltraumsimulation
Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend

Jubelnde Massen, ehrliche Entwickler und ein 30 Kilogramm schweres Modell des Javelin-Zerstörers: Die Citizencon 2949 hat gezeigt, wie sehr die Community ihr Star Citizen liebt. Auf der anderen Seite reden Entwickler Klartext, statt Marketing-Floskeln zum Besten zu geben. Das steckt an.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Theatres of War angespielt Star Citizen wird zu Battlefield mit Raumschiffen
  2. Star Citizen Mit der Carrack ins neue Sonnensystem
  3. Star Citizen Squadron 42 wird noch einmal verschoben

Arbeitsklima: Schlangengrube Razer
Arbeitsklima
Schlangengrube Razer

Der Gaming-Zubehörspezialist Razer pflegt ein besonders cooles Image - aber Firmengründer und Chef Tan Min-Liang soll ein von Sexismus und Rassismus geprägtes Arbeitsklima geschaffen haben. Nach Informationen von Golem.de werden Frauen auch in Europa systematisch benachteiligt.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Razer Blade Stealth 13 im Test Sieg auf ganzer Linie
  2. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  3. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch

    •  /