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Phab 2 Pro im Test: Kein Tango in der Hosentasche

Lenovos Phab 2 Pro hat nicht nur einen zwielichtigen Namen, es ist auch das erste Consumer-Smartphone mit Googles Project Tango . Damit können wir Dominosteine im Büro umwerfen, Distanzen messen oder Blumen gießen. Wir fragen uns aber, was die Langzeitmotivation des AR-Systems sein soll.
/ Tobias Költzsch
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Das Lenovo Phab 2 Pro im Einsatz gegen Farb-Zombies (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Lenovo Phab 2 Pro im Einsatz gegen Farb-Zombies Bild: Martin Wolf/Golem.de

Etwas verspätet , letztlich aber dann doch hat Lenovo sein Projekt-Tango-Smartphone Phab 2 Pro auf den Markt gebracht. Das Gerät ist das erste Smartphone mit Googles Augmented-Reality-System, das in den regulären Handel kommt und für Consumer gedacht ist. Zuvor gab es lediglich Tango-Geräte , die sich an Entwickler richteten.

Lenovo Phab 2 Pro – Test
Lenovo Phab 2 Pro – Test (01:34)

Mit Project Tango können Nutzer über das Smartphone virtuelle Elemente in die reale Welt setzen und teilweise auch mit ihnen interagieren. So ist es beispielsweise möglich, Entfernungen zu messen, virtuelle Möbel in die eigene Wohnung zu platzieren oder Zombies mit Farbe abzuschießen. Dafür hat das Phab 2 Pro neben einer normalen Kamera eine Tiefen- und eine Motion-Tracking-Kamera. Zusammen erfassen die optischen Systeme die Umgebung und sorgen dafür, dass virtuelle Objekte dort bleiben, wo der Nutzer sie auf dem Display platziert.

Gespannt auf die Möglichkeiten von Project Tango hat Golem.de sich das Phab 2 Pro genau angeschaut. So spannend die AR-Elemente sind, so schnell ist uns die Lust daran allerdings auch wieder vergangen: Nach einer Woche fragen wir uns, wer längerfristig einen Nutzer von Project Tango haben soll.

Das Phab 2 Pro ist riesig

Das Phab 2 Pro ist nicht nur wegen der zahlreichen Tango-Kameras auf der Rückseite ein ungewöhnliches Smartphone: Mit einer Display-Diagonale von 6,4 Zoll und einer Gehäusegröße von 179 x 88 x 10,6 mm ist das Gerät riesig – so groß, dass das Smartphone selbst in großen Jeanshosentaschen nicht mehr angenehm zu verstauen ist.

Interessant ist der Größenvergleich zum Xiaomi Mi Mix, das ebenfalls einen 6,4-Zoll-Bildschirm, aber durch schmale Ränder ein wesentlich kleineres Gehäuse hat. Der Vergleich ist allerdings nicht ganz fair, da beim Phab 2 Pro mit den Tango-Kameras wesentlich mehr Technik untergebracht werden muss.

Hohe Auflösung und gute Farbwiedergabe

Das IPS-Display hat eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln, was eine Pixeldichte von 459 ppi ergibt. Entsprechend scharf sind die angezeigten Inhalte, auch bei näherer Betrachtung ist kein Treppeneffekt sichtbar. Die Farbtemperatur ist in den Grundeinstellungen gut gewählt, die angezeigten Farben wirken natürlich, haben aber einen merklich hohen Kontrast. In den Einstellungen lassen sich die Farbtemperatur sowie der Kontrast nach eigenen Wünschen bearbeiten. Das Display ist blickwinkelstabil und mit einer durchschnittlichen maximalen Helligkeit von 406 cd/qm sehr hell. Insgesamt hinterlässt der Bildschirm einen positiven Eindruck.

Dass der Bildschirm des Phab 2 Pro so groß ist, mag auch an den Tango-Funktionen liegen – diese machen auf einem großen Display sicherlich mehr Spaß als auf einem kleinen. Nimmt der Nutzer das Smartphone zum ersten Mal in Betrieb, findet er mit Measure und der Lenovo AR Camera schon zwei Apps vorinstalliert, die Tango nutzen. Diese werden auch in der Tango-App aufgeführt, quasi der Schaltzentrale von Project Tango.

Messen und das Büro einrichten

Measure dürfte vielen, die Project Tango verfolgen, bekannt sein: Google zeigte die App stets auf seinen Präsentationen. Mit ihr können wir Abstände im Raum messen oder auch Volumeninhalte, indem wir die zu messende Strecke beziehungsweise Fläche über den Kamerasucher markieren. Das ist praktisch, allerdings auch eine Funktion, die wir nicht täglich nutzen werden.

"Aber Handwerker vielleicht?" , fragen wir uns – denken aber sofort an den Hinweis, der bei jedem Start der App eingeblendet wird: Bei den Werten handelt es sich nicht um garantiert genaue Ergebnisse. Ein Handwerker, der sich auf einen Abstand verlassen muss, wird möglicherweise doch eher auf ein geeichtes Lasermessgerät zugreifen, als am Ende vor nicht passenden Teilen zu stehen.

Mit Hund und Katze spielen

Mit der App Lenovo AR Camera können wir einen Hund, eine Katze oder einen kleinen Dinosaurier in den mit dem Phab 2 Pro abgescannten Raum setzen und mit diesen interagieren. So lassen wir den Hund Bällchen holen oder jagen die Katze mit einem Laserpointer durch den Raum – das ist für kurze Zeit unterhaltsam, langfristig wird uns das aber nicht fesseln.

Bei der App fällt uns zudem ein Problem auf, das wir bei vielen anderen Tango-Apps wiedertreffen: Den Boden erkennt die AR Camera gut, Möbel, Wände und andere Kanten hingegen überhaupt nicht. Entsprechend läuft der kleine Dinosaurier über eine Wiese, die sich über den Boden, Stühle, Schreibtische und andere Objekte erstreckt. Sicherlich ist eine vollständige Berechnung deutlich rechenintensiver, das Ignorieren von Möbelstücken und Wänden macht die AR-Projektion aber unrealistisch.

Keine schlechte Auswahl an Tango-kompatiblen Apps

Über die Tango-App erhalten wir weitere App-Vorschläge, zudem findet sich ein Link zum Play Store, unter dem sich weitere ausgewählte Tango-kompatible Apps finden. Diese stellen aber nicht alle Anwendungen dar, die das Tango-System unterstützen: Wer im Play Store sucht, findet weitere Apps.

Die Auswahl ist noch nicht allzu groß, aber nicht schlecht – besonders vor dem Hintergrund, dass es erst ein Consumer-Gerät mit Tango im Handel gibt. Vorteilhaft ist, dass das Tango-Entwickler-Tablet von Google schon Mitte 2014 vorgestellt wurde, und Entwickler bereits Apps programmiert haben. Ein Großteil der verfügbaren Anwendungen sind Spiele, zudem gibt es Tools und kleine Spielereien, die die AR-Funktionen von Project Tango nutzen.

Domino-Steine durch Wände hindurch umwerfen

In Domino World beispielsweise können wir in dem Bereich, in dem wir uns bewegen, eine Strecke aus Domino-Steinen aufbauen und diese anschließend umfallen lassen. Wie bei der AR Camera erkennt die App auch hier keine Grenzen wie Möbel oder Wände. Witzig finden wir die Anwendung dennoch: Nachdem wir den ersten Stein umgeworfen haben, können wir der Spur nachlaufen und mit dem Phab 2 Pro auch näher herangehen.

Besonders Spiele nutzen häufig nicht die Umgebung im eigentlichen Sinne, sondern nur die Bodenfläche. Selbst dabei liegen manche Anwendungen hartnäckig falsch: Bei Tango Targets etwa, bei dem wir eine Schießbude aufbauen und Ziele abschießen, haben wir es nicht geschafft, die Bude auf dem Boden unseres Büros zu platzieren. Stattdessen hängt sie immer in der Luft – die Ziele können wir immer noch abschießen, ausgereift wirkt das aber nicht.

Andere Games verzichten komplett auf die Implementierung der realen Umgebung, etwa Wizard Demo. Dann funktioniert das Phab 2 Pro wie ein VR-Headset ohne Headset – was wir etwas unsinnig finden.

Wenige wirklich gute Spiele

Es gibt aber auch gute Spiele für das Tango-System, beispielsweise Woorld. Hier können wir unter anderem Blumen, die Sonne und den Mond, Wolken und zahlreiche andere Gegenstände auf dem Display des Smartphones in die reale Welt setzen und mit ihnen interagieren. Dabei müssen wir mitunter Objekte kombinieren, um neue zu erhalten: Gießen wir etwa die Blumen mit Wasser aus der Wolke, blühen sie auf.

Das von Google häufig bei früheren Tango-Präsentationen gezeigte Dinos Among Us, bei dem wir Modelle von Dinosauriern in den Raum setzen können, enttäuscht uns hingegen. Aufgrund der Vektorengrafik sehen die Dinos langweilig aus. Die Apps verschiedener Möbelhändler wie Lowe's, deren Anwendung ebenso zum Standardrepertoire bei Tango-Demos gehörte, sind für Nutzer in Deutschland eher uninteressant. Zwar können wir hübsche Sessel, Lampen und andere Gegenstände in unsere Wohnung stellen, die App erkennt zudem auch Tische und Wände – bestellen können wir allerdings nichts.

Komplett stabil ist Tango übrigens nicht, was die Positionierung von Gegenständen angeht: Stellen wir in der Lowe's-App eine Lampe auf einen Tisch und verlassen den Raum, steht die Lampe bei unserer Rückkehr nicht mehr auf der gleichen Stelle wie zuvor. Die Abweichung beträgt in unserem Fall aber nur einige Zentimeter.

Tango-Kamera kann Räume als 3D-Modell einscannen

Grundlage für Tango-Anwendungen ist die Erkennung der Umgebung. Daher gibt es auch zahlreiche Apps, mit denen Räume und Außenbereiche gescannt und als dreidimensionales Modell gespeichert werden können, beispielsweise Scenes und Voxxlr. Die mit der Voxxlr-App aufgezeichneten Modelle können wir auf dem Smartphone nicht anschauen, sondern nur auf die Voxxlr-Webseite hochladen. Dazu ist eine kostenlose Registrierung notwendig.

Über unseren persönlichen Bereich auf der Webseite können wir uns unsere 3D-Modelle anschauen. Je nachdem, mit welcher Punktgröße und Reichweite wir aufgezeichnet haben, sind die Modelle unterschiedlich detailliert. Insgesamt klappt die Erfassung aber gut, wenngleich die fertigen Scans keine Fotoqualität haben.

Videostabilisierung dank Tango-Kameras

Das Kamerasystem von Project Tango kann nicht nur für AR-Effekte und Scans der Umgebung verwendet werden: Die App Cinematic etwa verwendet die Kameras und den Tiefensensor, um Videos zu stabilisieren. Die Stabilisierung wirkt dabei ähnlich wie die eines Gimbals, ist aber weitaus empfindlicher für kleine Erschütterungen. Für den Hausgebrauch ist das nicht schlecht, für professionellere Ansprüche reicht die Stabilisierung nicht. Laufen wir bei der Aufnahme nicht, steigert das die Qualität des Videos sehr.

Betrachten wir die Project-Tango-Funktionen des Phab 2 Pro im Ganzen, stellen wir uns letztlich die Frage: Wer braucht das? Uns haben die AR-Spielereien zwar zunächst Spaß gemacht, mehr als Spielereien waren es aber für uns nicht. Nach spätestens einer Woche war der Aha-Effekt weg und Langeweile stellte sich ein. Viele Apps haben wir nur ein paar Mal zum Ausprobieren genutzt, danach reichte es uns auch.

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, nicht anders ist es beim Phab 2 Pro und seinem Tango-System. Einige Apps haben uns gut gefallen und taugen auch dazu, längerfristig genutzt zu werden. Dazu gehören unserer Meinung nach Voxxlr und für eine gewisse Zeit auch das Spiel Woorld. Viele andere Spiele mit AR-Elementen sind aber zu unausgegoren, um längerfristig Spaß zu machen.

Möglicherweise wird die App-Auswahl im Laufe der Zeit noch besser; das hängt allerdings damit zusammen, inwieweit sich Tango auf Smartphones durchsetzen wird. Aktuell glauben wir nicht, dass sich das System weitläufig etablieren wird, da es wahrscheinlich ein Großteil der Nutzer schlicht nicht benötigt. Kinder könnten Freude an manchen Tango-Spielen haben, ob das allerdings die von Lenovo erhoffte Zielgruppe ist, darf bezweifelt werden.

Gute 16-Megapixel-Kamera

Das Phab 2 Pro hat abseits der Tango-Kameras auch herkömmliche Kameras: Die Hauptkamera hat 16 Megapixel, die vorne 8 Megapixel. Die Fotos des Hauptsensors gefallen uns gut, von den Details und der Schärfe her erinnern sie uns an die des LG G4. Bei Tageslichtaufnahmen stimmt die Schärfe, feine Strukturen sind ausreichend detailliert, der Weißabgleich ist korrekt. Auffallend ist allerdings eine Vignettierung, also eine Verdunkelung zum Randbereich hin, die in bestimmten Belichtungssituationen besonders stark ist.

Bei Innenraumaufnahmen gibt es wenig Rauschen, dafür verlieren die Details an Schärfe – was am Glättungsalgorithmus liegen dürfte. Ein Farbrauschen ist erkennbar. Die Frontkamera macht gute Fotos, wenngleich der Detailgrad aufgrund der geringeren Auflösung niedriger als bei der Hauptkamera ist.

Guter Mittelklasse-Prozessor von Qualcomm

Als Prozessor kommt im Phab 2 Pro Qualcomms Snapdragon 652 zum Einsatz, der Lenovo zufolge für die Nutzung von Tango optimiert ist. Das SoC hat vier A72-Kerne und vier A53-Kerne, die maximale Taktrate liegt bei 1,8 GHz. Der Arbeitsspeicher des Smartphones ist 4 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 64 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut.

In den Benchmark-Tests schneidet das Phab 2 Pro gut ab, wenngleich es deutlich unterhalb der Werte aktueller Top-Smartphones bleibt – was angesichts des Mittelklasseprozessors aber auch zu erwarten war. Im Geekbench 4 erreicht das Smartphone einen Single-Wert von 1.474 Zählern, was um die 320 Punkte weniger sind als beim Oneplus 3T.

Im Grafiktest GFX Bench kommt das Smartphone im Car-Chase-Test auf einen Offscreen-Wert von 5,5 fps, was merklich weniger ist als die 18 bis 20 fps, die Topmodelle erreichen. Auch das Resultat des grafiklastigen Icestorm-Unlimited-Test des 3DMark ist mit 17.856 Punkten geringer als die anderer Top-Smartphones. Das Oneplus 3T beispielsweise kommt auf 32.164 Zähler.

Hardware-Ausstattung für die meisten Anwendungen ausreichend

Spielen können wir auf dem Phab 2 Pro dennoch gut, die Prozessorleistung reicht für die meisten Anwendungen aus – auch für grafisch anspruchsvollere Spiele. Für alltägliche Anwendungen wie Surfen, Videos schauen, E-Mails abfragen und Chatten ist das Tango-Smartphone mehr als ausreichend gut ausgestattet. Auch während der Tango-Anwendungen sind uns keine Lags aufgefallen, lediglich die Rückseite des Metallgehäuses wird mitunter sehr warm.

Dies ist uns auch beim Laden des Phab 2 Pro aufgefallen. Dank der Schnellladefunktion ist das Smartphone in nur knapp über einer Stunde komplett wieder aufgeladen – es wird dabei allerdings sehr warm. Wir konnten auf der Rückseite über 41 Grad messen, was sich bei einem Metallgehäuse unangenehm anfühlt.

Das Phab 2 Pro unterstützt WLAN nach 802.11ac und LTE, laut offiziellem Datenblatt allerdings ohne die in Deutschland wichtigen Bänder 3 und 20. In einigen Gegenden dürfte der LTE-Empfang daher entsprechend eingeschränkt sein. Nutzer können zwei SIM-Karten gleichzeitig verwenden, die zweite SIM-Karte nimmt dann allerdings den Platz der Micro-SD-Speicherkarte ein. Bluetooth läuft in der Version 4.0, ein GPS-Empfänger ist eingebaut. Ausgeliefert wird das Phab 2 Pro mit Android in der Version 6.0.1, die Oberfläche hat Lenovo kaum angepasst.

Kein gutes Ergebnis im Videotest

Der nicht ohne Weiteres wechselbare Akku hat eine Nennladung von 4.050 mAh. Ein Full-HD-Video können wir bei voller Display-Helligkeit knapp über sechs Stunden lang anschauen – das ist kein guter Wert. Andere Smartphones schaffen zehn Stunden und mehr. Bei alltäglicher Nutzung reicht der Akku des Phab 2 Pro für einen Tag. Verwenden wir jedoch das Tango-System häufig, hält das Smartphone keinen kompletten Tag durch.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Phab 2 Pro kostet in Lenovos Onlineshop 500 Euro, im Onlinehandel ist das Smartphone für den gleichen Preis erhältlich. Das Smartphone ist in Dunkelgrau und in Gold bestellbar.

Fazit

Das Phab 2 Pro hat einen wunderlichen Namen, ist aber von der Hardware her ein gutes Smartphone der oberen Mittelklasse. Mit dem eingebauten Tango-System hat sich Lenovo zudem als erster Hersteller getraut, Googles AR-System in ein Consumer-Gerät einzubauen – das ist angesichts der tendenziell eher kleinen Zielgruppe mutig.

Wir bezweifeln nämlich, dass sich Tango – und damit auch das Phab 2 Pro – durchsetzen wird: Die AR-Funktionen sind zwar zunächst interessant und beeindruckend, langfristig sehen wir aber keinen Sinn darin. Der Wow-Effekt ebbte bei uns schnell wieder ab, was nicht nur an der App-Auswahl liegt.

In der alltäglichen Nutzung können wir es uns nicht vorstellen, Tango oft zu verwenden. Das Ausmessen einer Entfernung zwischen zwei Wänden, das Gießen einer virtuellen Blume oder das Scannen eines Raumes sind zwar nett – wir glauben aber nicht, dass das Funktionen sind, die jemand täglich benötigt.

Zwar gibt es ein paar Spiele, die das Tango-System gut einbinden, auch die Scan-App von Voxxlr gefällt uns gut – wegen solcher Spielereien würden wir uns ein Smartphone aber nicht kaufen. Dazu kommt der Formfaktor des Smartphones: Wir finden, dass 6,4 Zoll Displaydiagonale zu viel ist.

Wir mögen große Smartphones, aber das Phab 2 Pro ist selbst in der großen Hosentasche einer Herrenjeans nicht mehr bequem zu transportieren. Für ein Gerät, das wir täglich nutzen wollen, ist uns das zu unpraktisch.

Der Preis von 500 Euro ist für das Phab 2 Pro angemessen – daran ändert auch unsere schwindende Begeisterung für Tango nichts. Das Smartphone kommt mit einem zwar zu großen, aber guten Display, einer guten Hauptkamera, einem ausreichend leistungsfähigen Prozessor und ist hochwertig verarbeitet. Einzig die für Deutschland dürftige LTE-Ausstattung stört uns.

Insgesamt betrachtet halten wir das Phab 2 Pro für ein Nischengerät, das höchstens Nutzer interessieren wird, die Project Tango nutzen wollen. Für durchschnittliche Nutzer dürften die Tango-Funktionen nur Nebensache sein – für solche User gibt es besser ausgestattete, und vor allem kleinere Smartphones für weniger Geld.


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