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Phab 2 Pro im Test: Kein Tango in der Hosentasche

Lenovos Phab 2 Pro hat nicht nur einen zwielichtigen Namen, es ist auch das erste Consumer-Smartphone mit Googles Project Tango. Damit können wir Dominosteine im Büro umwerfen, Distanzen messen oder Blumen gießen. Wir fragen uns aber, was die Langzeitmotivation des AR-Systems sein soll.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Lenovo Phab 2 Pro im Einsatz gegen Farb-Zombies
Das Lenovo Phab 2 Pro im Einsatz gegen Farb-Zombies (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Etwas verspätet, letztlich aber dann doch hat Lenovo sein Projekt-Tango-Smartphone Phab 2 Pro auf den Markt gebracht. Das Gerät ist das erste Smartphone mit Googles Augmented-Reality-System, das in den regulären Handel kommt und für Consumer gedacht ist. Zuvor gab es lediglich Tango-Geräte, die sich an Entwickler richteten.

Mit Project Tango können Nutzer über das Smartphone virtuelle Elemente in die reale Welt setzen und teilweise auch mit ihnen interagieren. So ist es beispielsweise möglich, Entfernungen zu messen, virtuelle Möbel in die eigene Wohnung zu platzieren oder Zombies mit Farbe abzuschießen. Dafür hat das Phab 2 Pro neben einer normalen Kamera eine Tiefen- und eine Motion-Tracking-Kamera. Zusammen erfassen die optischen Systeme die Umgebung und sorgen dafür, dass virtuelle Objekte dort bleiben, wo der Nutzer sie auf dem Display platziert.

  • Ein mit dem Phab 2 Pro aufgenommenes Foto. Gut ist eine deutliche Vignettierung zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Phab 2 Pro von Lenovo (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Phab 2 Pro hat insgesamt drei Kameras für die Erfassung der Umgebung für das Tango-System. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display ist 6,4 Zoll groß - damit ist das Phab 2 Pro für die Hosentasche schon zu groß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geladen wird das Smartphone über einen Micro-USB-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Frontkamera hat 8 Megapixel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Hauptkamera hat 16 Megapixel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Bild ganz links die Hauptkamera, rechts daneben der Tiefensensor und das LED-List. Die große Kamera dient dem Motion-Tracking, daneben der Fingerabdrucksensor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gehäuse ist aus Metall und sehr gut verarbeitet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Phab 2 Pro von Lenovo (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Phab 2 Pro von Lenovo (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Gespannt auf die Möglichkeiten von Project Tango hat Golem.de sich das Phab 2 Pro genau angeschaut. So spannend die AR-Elemente sind, so schnell ist uns die Lust daran allerdings auch wieder vergangen: Nach einer Woche fragen wir uns, wer längerfristig einen Nutzer von Project Tango haben soll.

Das Phab 2 Pro ist riesig

Das Phab 2 Pro ist nicht nur wegen der zahlreichen Tango-Kameras auf der Rückseite ein ungewöhnliches Smartphone: Mit einer Display-Diagonale von 6,4 Zoll und einer Gehäusegröße von 179 x 88 x 10,6 mm ist das Gerät riesig - so groß, dass das Smartphone selbst in großen Jeanshosentaschen nicht mehr angenehm zu verstauen ist.

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Interessant ist der Größenvergleich zum Xiaomi Mi Mix, das ebenfalls einen 6,4-Zoll-Bildschirm, aber durch schmale Ränder ein wesentlich kleineres Gehäuse hat. Der Vergleich ist allerdings nicht ganz fair, da beim Phab 2 Pro mit den Tango-Kameras wesentlich mehr Technik untergebracht werden muss.

Hohe Auflösung und gute Farbwiedergabe

Das IPS-Display hat eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln, was eine Pixeldichte von 459 ppi ergibt. Entsprechend scharf sind die angezeigten Inhalte, auch bei näherer Betrachtung ist kein Treppeneffekt sichtbar. Die Farbtemperatur ist in den Grundeinstellungen gut gewählt, die angezeigten Farben wirken natürlich, haben aber einen merklich hohen Kontrast. In den Einstellungen lassen sich die Farbtemperatur sowie der Kontrast nach eigenen Wünschen bearbeiten. Das Display ist blickwinkelstabil und mit einer durchschnittlichen maximalen Helligkeit von 406 cd/qm sehr hell. Insgesamt hinterlässt der Bildschirm einen positiven Eindruck.

Dass der Bildschirm des Phab 2 Pro so groß ist, mag auch an den Tango-Funktionen liegen - diese machen auf einem großen Display sicherlich mehr Spaß als auf einem kleinen. Nimmt der Nutzer das Smartphone zum ersten Mal in Betrieb, findet er mit Measure und der Lenovo AR Camera schon zwei Apps vorinstalliert, die Tango nutzen. Diese werden auch in der Tango-App aufgeführt, quasi der Schaltzentrale von Project Tango.

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flasherle 06. Feb 2017

videos codieren, musik wandeln, spielen, als arbeitsrechner in der docking station mit...

fafi 02. Feb 2017

da muss ich Kleba echt recht geben... der einzige Vorteil: Männer können in zukunft...

fafi 02. Feb 2017

@countzero, @teebecher ICH - ich will ein smartphone mit Micro-USB. Ich habe derzeit ein...

maerchen 02. Feb 2017

Tango im Schwarm könnte irgendwann mal zu einer Echtzeit-3D-Scans von ganzen Orten...


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