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Pflege:
Oma hat jetzt einen Roboter, da braucht sie mich nicht mehr

Gepriesen werden Pflegeroboter für die alternde Gesellschaft. Doch Wissenschaftler sehen darin aktuell eine eher dystopische Vision.
/ Tim Reinboth
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Mit dem Roboter Paro wird seit über zehn Jahren in Altenheimen geforscht. (Bild: REUTERS)
Mit dem Roboter Paro wird seit über zehn Jahren in Altenheimen geforscht. Bild: REUTERS

In einer alternden Gesellschaft sollen Roboter das Mittel sein, um den wachsenden Pflegenotstand zu überwinden – eine vielversprechende Vision, die jedoch oft an den Bedürfnissen der Menschen vorbeizielt. Roboter versprechen Autonomie, aber in der Praxis bleibt unklar, wie sie tatsächlich für mehr Würde und Lebensqualität im Alter sorgen sollen. Das liegt daran, dass eine Lösung für das falsche Problem geschaffen wird. Statt Pflege menschlicher zu machen, könnten Pflegeroboter sie auf mechanische Aufgaben reduzieren.

Kritische Experten nennen den Versuch, ein gesellschaftliches Problem wie den Pflegenotstand mit Maschinen zu lösen, statt die zugrundeliegenden Umstände zu ändern, einen "technological fix". Der Begriff geht auf den Philosophen A. R. Drengson zurück, der im Jahr 1984 beschrieb(öffnet im neuen Fenster), wie moderne Gesellschaften dabei immer neue und komplexere Probleme schaffen.

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