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Petition: Stop Killing Games bekommt viel Unterstützung

Bislang über 160.000 Bürger der EU möchten, dass Computerspiele nicht einfach abgeschaltet werden.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von The Crew (Bild: Ubisoft)
Artwork von The Crew Bild: Ubisoft

Innerhalb weniger Tage haben über 160.000 Bürger der Europäischen Union eine Petition unterzeichnet, die das Abschalten von Computerspielen verhindern möchte. Das vergleichbar hohe Interesse ist auch deshalb auffällig, weil es sich um eine offizielle Aktion handelt, bei der die Teilnahme einigermaßen kompliziert ist.

Wenn bis zum 31. Juli 2025 mindestens eine Million Menschen die Petition unterstützen, muss sich die EU-Kommission mit dem Thema beschäftigen. Angesichts des bisherigen Interesses dürfte es wenig Zweifel geben, dass diese Marke überschritten wird.

Mit Abstand am größten ist die Unterstützung aus Deutschland: Mehr als 35.000 Unterzeichner nahmen bislang teil. Ebenfalls stark vertreten sind Menschen aus Frankreich, Polen, Niederlande und Schweden.

Auslöser der Proteste war das Abschalten von The Crew durch dessen Hersteller Ubisoft im Frühjahr 2024. Das rund zehn Jahre zuvor veröffentlichte Rennspiel ist gar nicht mehr spielbar, weil es eine Verbindung zu den Servern benötigt – und diese sind nun offline.

Von den Fans gab es Proteste, die rasch breitere Unterstützung in der Spieleszene fanden. Schließlich möchte niemand, dass sein Lieblingsspiel irgendwann abgeschaltet wird. Der Youtuber Ross Scott startete die Petition, in einem Video stellt er Details vor und ruft zur Unterschrift auf.

Spiele sollen spielbar bleiben

Wichtigstes Ziel ist, dass die Hersteller ihre Spiele in einem funktionalen Zustand belassen müssen. Das könnte teils relativ einfach geschehen, etwa durch einen Offline-Patch, der die Notwendigkeit einer Serververbindung entfernt.

Kritiker weisen darauf hin, dass im Falle von technischen Änderungen von Schnittstellen oder Betriebssystemen durchaus auch größere Umbaumaßnahmen nach vielen Jahren nötig sein könnten.

Die Initiative ist auf den offiziellen Seiten der Europäischen Union(öffnet im neuen Fenster) aufrufbar. Ross Scott und sein Team veröffentlichten außerdem eine Anleitung(öffnet im neuen Fenster) , wie die Formulare korrekt ausgefüllt werden müssen.


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