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Petition: Deutsche Umwelthilfe fordert Deutschlandticket für 29 Euro

Die Deutsche Umwelthilfe fordert, das Deutschlandticket langfristig günstiger anzubieten, statt Steuergeld für einen Tankrabatt einzusetzen.
/ Mario Petzold
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ÖPNV in Berlin (Bild: AFP via Getty Images/John MacDougall)
ÖPNV in Berlin Bild: AFP via Getty Images/John MacDougall

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH)(öffnet im neuen Fenster) hat eine Petition zur Absenkung des Preises für das Deutschlandticket gestartet. Demnach soll es für mindestens 12 Monate zum Preis von 29 Euro angeboten werden. Bis zum frühen Freitagnachmittag unterzeichneten 78.000 Menschen den Aufruf.

Die Begründung ist, dass ein niedrigerer Preis für Benzin und Diesel nicht nur das falsche Preissignal für ein aktuell knappes Gut setzt. Außerdem würden vor allem Menschen unterstützt, die in Pkw mit hohem Verbrauch unterwegs sind. Die meisten Pendler hingegen würden nur 10 bis 20 Euro pro Monat einsparen.

Mit der Kritik ist die DUH nicht allein. Veronika Grimm, eine der fünf Wirtschaftsweisen, oder Clemens Fuest, Chef des ifo-Instituts, lehnen die Maßnahme aus ähnlichen Gründen(öffnet im neuen Fenster) ab.

Hoffen auf längerfristige Wirkung

Würde man stattdessen den Preis des Deutschlandtickets spürbar senken, anstatt ihn wie geplant ab Januar 2027 sogar zu erhöhen, könnte die Nutzung des Nahverkehrs gefördert werden. Es gäbe einen Anreiz, tatsächlich auf Autofahrten zu verzichten. Parallel könnte die vermehrte Nutzung von Bus und Bahn im besten Fall zum Ausbau von Verbindungen beitragen. Sinkt dadurch die Nachfrage nach Benzin, könnte auch dies die Preise an der Tankstelle sinken lassen.

Die Kosten für das Programm lägen allerdings noch höher als beim jetzigen Tankrabatt. Knapp 15 Millionen Deutschlandtickets werden pro Monat verkauft. Bei einer Senkung des Preises um 34 Euro wären das 500 Millionen Euro weniger Einnahmen. Bei einer Dauer von 12 Monaten wären die Kosten mehr als doppelt so hoch im Vergleich zum aktuellen Tankrabatt.

Ein weiteres Problem ist, dass diejenigen, die wegen fehlender Alternativen gar nicht auf das Auto verzichten können, außen vor blieben. Allerdings gibt es auch dazu längst Ideen. Das Öko-Institut(öffnet im neuen Fenster) schlägt als sozial zielgerichtete Maßnahme ein festes Pendlergeld als Ersatz für die Pendlerpauschale vor. Das käme anders als die steuerlastsenkende Pauschale vor allem Haushalten mit geringem Einkommen zugute.


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