Peter Sunde: "Piraten sind schrecklich"

Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde rechnet hart mit der Piraten-Bewegung ab. Am meisten bedauert er, überhaupt das Wort Piraten verwendet zu haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Peter Sunde
Peter Sunde (Bild: Hemlis)

Piraten sind "schrecklich", "uncool", und haben "ihre Schlachten verloren". In einem kurzen Beitrag auf Torrent Freak findet Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde harte Worte für die politische Piraten-Bewegung. Es sei falsch gewesen, die Themen der Piraten wie Informations- und Meinungsfreiheit, Überwachung, Korruption, freie Bildung und Kultur in Form einer politischen Partei zu vertreten. Einer solchen Partei fehle notwendigerweise ein ideologischer Blick auf das Ganze. Die Piraten-Bewegung biete aber nicht genügend Raum für einen solchen Blick, der sich in jedem Land anders darstelle.

Sunde hatte 2003 zusammen mit den Schweden Fredrik Neij und Gottfrid Svartholm den Bittorrent-Tracker The Pirate Bay gegründet. Im Jahr 2006 war in Schweden die weltweit erste Piratenpartei ins Leben gerufen worden. In Deutschland verzeichnete die Piratenpartei in den Jahren 2011 und 2012 überraschende Wahlerfolge in mehreren Bundesländern, denen ein ebenso tiefer Absturz bei späteren Wahlen auf ein bis zwei Prozent der Wählerstimmen folgte.

Nicht einmal Johnny Depp lässt Piraten cool aussehen

Für Sunde ist es eine müßige Debatte, ob die Piraten-Bewegung gescheitert ist. "Mir ist das egal", sagte er. Ihm gehe es einzig und allein um die Ursachen. "Geh in andere Parteien und bring ihnen die naheliegenden Themen bei. Infiltriere sie ... Sei ein verdammter Undercover-Ninja meinetwegen", forderte Sunde, aber man solle bloß keine Piratenlieder singen.

Am meisten bedauere er, überhaupt das Wort Piraten verwendet zu haben. Nicht einmal Johnny Depp könne Piraten cool aussehen lassen, und dieser könne selbst Kokain-Dealer toll darstellen. "Piraten sind schrecklich. Die heutigen Piraten - in Somalia - haben ebenfalls ihre Schlachten verloren. Gut! Lasst uns die dumme Kultur loswerden, eine dumme Kultur zu pflegen", schrieb Sunde.

Im Jahr 2005 steckengeblieben

"Scheiß auf die Piraten-Bewegung", schimpfte er weiter. Man könne sie umbenennen oder eine neue Marke aufbauen. Hauptsache sei, kein Pirat mehr zu sein, sonders etwas Großartigeres. Den Piraten warf er vor, im Jahr 2005 steckengeblieben zu sein und sich nicht entwickelt zu haben. Er könne nicht verstehen, warum noch jemand damit etwas zu tun haben wolle. Man solle die Bewegung immer wieder anzünden und verbrennen. "Pyromanie ist kreativ", schrieb Sunde.

Sunde war im April 2009 zusammen mit seinen Mitstreitern wegen des Betriebs von The Pirate Bay verurteilt worden. Seitdem war er auf der Flucht gewesen. Im Juni 2014 wurde er verhaftet und musste seine Haftstrafe antreten. Mitte November 2014 wurde er aus der Haft entlassen. Seit Juli 2013 arbeitet Sunde an einem Messenger mit End-to-End-Verschlüsselung namens Hemlis. Nach seiner Entlassung hatte sich Sunde im Januar 2015 in Berlin desillusioniert und bisweilen zynisch geäußert.

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Der Held vom... 08. Apr 2015

I understand just train-station ...

aFrI 08. Apr 2015

Ich nehme an Dir mangelt es an nötigen freien Kapazitäten die massiven Rechtschreibfehler...

YetAnotherDevel 08. Apr 2015

http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster#Zentrale_.E2.80...

486dx4-160 08. Apr 2015

"Eure Ziele sind ja ganz gut, aber was ihr da vor Somalia macht, schrecklich!" Julia...



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