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Keine Paywall für Nutzer von Flattr Plus?

Die Kooperation mit Adblock Plus stellt für Flattr einen großen Vorteil dar. Denn auf diese Weise könnten mit einem Schlag die rund 500 Millionen Nutzer des Werbeblockers erreicht werden. "Unsere große Nutzerbasis bietet die einzigartige Chance, eine komplett neue Monetarisierungsmöglichkeit zu etablieren, die guten Inhalt belohnt und gleichzeitig die Interessen der User respektiert", sagte Eyeo-Chef Till Faida. Vor diesem Hintergrund erscheint es unverständlich, dass Flattr Plus in den kommenden Wochen zunächst als eigenständiges Plugin gestartet werden soll. Erst "mittelfristig" sei geplant, Flattr Plus in Adblock Plus zu integrieren, sagte Dornheim.

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Wie bisher können die Nutzer einen bestimmten monatlichen Beitrag freigeben, der geflattert werden soll. Die teilnehmenden Inhalteanbieter müssen sich bei Flattr Plus anmelden, große Nachrichtenseiten werden automatisch in den Geldverteiler aufgenommen. Laut Dornheim soll es auch eine "Graylist" von Seiten geben, die nicht geflattert werden können, beispielsweise Seiten für Online-Banking oder Webmail. Die Nutzerdaten sollen dabei lokal auf dem Rechner verbleiben und nicht von Flattr gesammelt werden. Am Ende des Monats werde das Plugin dann seine Auswertung an die Server schicken.

Gebührenmodell geplant

Eyeo könnte mit der Kooperation nicht nur sein schlechtes Image in der Verlagsbranche aufpolieren, indem den Medien eine neue Einnahmequelle aufgetan wird. Langfristig ist nach Angaben von Dornheim ein Gebührenmodell geplant. Dieses könnte ebenso wie bei der Acceptable-Ads-Initiative gestaffelt sein. Seiten, die viele Einnahmen über Flattr Plus erzielen, müssten dann einen bestimmten Anteil abgeben.

Ein weiterer Aspekt könnte für die Verlage ebenfalls interessant sein. Eyeo führt bereits erste Gespräche mit Medien, um Flattr-Nutzern den Zugang zu Inhalten zu verschaffen, die per Bezahlschranke geschützt sind. Eine sinnvolle Überlegung, denn es stellt für Nutzer in der Regel eine große Hürde, für alle möglichen Dienste ein eigenes Abo abzuschließen. Zudem sind die Kosten für einzelne Texte oft unverhältnismäßig hoch. Denkbar ist zudem, dass Seiten, die Adblocker blocken, zahlende Flattr-Nutzer mit Adblocker wiederum zulassen. Ein solches Vorgehen wäre europarechtlich allerdings nur mit vorheriger Zustimmung der Nutzer möglich.

Noch keine Lösung für Smartphones

So interessant das Konzept auch sein mag: Es steht und fällt am Ende doch mit der Bereitschaft möglichst vieler Nutzer, Geld für Inhalte im Netz auszugeben. Eyeo scheint sich jedoch viel davon zu versprechen und investiert nach eigenen Angaben viel in die Entwicklung des Plugins. Ob diese eigenständige Lösung ein Erfolg wird, ist aber eher fraglich. Zumal dies für mobile Endgeräte ohnehin keine Lösung ist. Auch da wäre es sinnvoll, das Konzept in ein Produkt wie den Adblock-Plus-Browser zu integrieren.

Ob Flattr Plus tatsächlich einen "Geburtsfehler des Internets" behebt, darf bezweifelt werden. Schließlich geht es vielen Anbietern von Inhalten im Netz gar nicht darum, daran zu verdienen. Die Etablierung eines freiwilligen Bezahlmodells, von dem Verlage wirklich profitieren, ist auf jeden Fall eine schwere Geburt.

 Peter Sunde: Flattr kooperiert für Bezahlmodell mit Adblock Plus
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t1 04. Mai 2016

sehr guter Punkt. Wird aber im Artikel bereits erläutert: Steht auch im Artikel:

t1 04. Mai 2016

naja, Paypal verlagt sogar mehr: "Mikrozahlungen: 10% + 0,10¤"

AnonymerHH 03. Mai 2016

"Ob Flattr Plus tatsächlich einen "Geburtsfehler des Internets" behebt, darf bezweifelt...

Bujin 03. Mai 2016

Google hat sein System zur Abrechnung auch drastisch geändert. Heute zählt die so...


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