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Peter Sunde
Peter Sunde (Bild: Hemlis)

Peter Sunde: "Der Kampf um die digitale Freiheit ist längst verloren"

Peter Sunde
Peter Sunde (Bild: Hemlis)

Das Internet ist eine zentral gesteuerte Scheindemokratie: Bissig und desillusioniert hat sich der Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde bei einem seiner ersten öffentlichen Auftritte nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis geäußert.

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Eben erst aus dem Gefängnis entlassen, gibt sich der Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde desillusioniert und bisweilen zynisch. Es sei einer seiner ersten Auftritte nach seiner Entlassung "aus der Geiselhaft der schwedischen Krone", sagte er auf der Eröffnungsfeier der Transmediale in Berlin. Er habe einen Kampf verloren - er und seine Freunde: den gegen die Bösen.

Nach der endgültigen Schließung von The Pirate Bay sei klargeworden, dass das Internet zu einer zentral gesteuerten Scheindemokratie geworden sei, ohne eine mögliche Beteiligung des Einzelnen, sagte Sunde und sprach von einer dystopischen digitalen Welt. Wenige Konzerne aus einem einzigen Land kontrollierten die weltweit genutzten Dienste im Netz.

Peter Sunde war einer der Gründer des Torrent-Trackers The Pirate Bay. Im April 2009 wurden er und seine Mitstreiter Svartholm Warg, Fredrik Neij und Geldgeber Carl Lundström wegen des Betriebs der Webseite verurteilt. Seitdem war er auf der Flucht. Im Juni 2014 wurde er verhaftet und musste seine Haftstrafe antreten.

Mitte November 2014 wurde er aus der Haft entlassen. Seit Juli 2013 arbeitet Sunde an dem Messenger mit End-to-End-Verschlüsselung namens Hemlis.

Einen Kampf gewonnen und dafür zehn verloren

Dass er oder andere wesentlich zur Dezentralisierung des Internets beitragen werden, glaubt er jedoch nicht. Zwar unterwürfen sich noch nicht alle, sagt er. Es sei eine schöne Vorstellung, dass die Nutzer eines Tages aufwachen könnten und feststellen, dass The Pirate Bay auf Facebook erreichbar sei. Dann könnte jeder auf den Like-Button klicken und stolz sein, selbst die Zerstörung des Internets verhindert zu haben.

Doch für realistisch hält er das nicht. Junge Menschen glaubten, sie könnten das System von innen heraus ändern, sagte er. Das sei aber mit dem Versuch vergleichbar, den Kapitalismus zu bekämpfen, indem man das gesamte Geld einsammele. Für jeden gewonnenen Kampf, etwa gegen Sopa und Pipa, gingen zehn verloren - viele davon unbemerkt.

Der Kampf zwischen Gut und Böse

Das Ringen um Informationsfreiheit, Demokratie und Transparenz sei ein klassischer Kampf zwischen Gut und Böse, sagte Sunde: sympathische Menschen in T-Shirts und Masken gegen korrupte Männer mit viel Geld. Und er fordere Opfer - besonders von Berühmtheiten wie Wikileaks, Edward Snowden, Chelsea Manning oder Aaron Schwartz. Dass dieser Kampf gewonnen werden könnte, sei jedoch ein Trugschluss. In Wahrheit sei er schon längst verloren. Die Bewegung habe sich selbst in diese Situation manövriert. Sie habe das System selbst geschaffen und ihm vertraut, auch weil sie sich selbst vertraut habe.

Verqueres Wertesystem 

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FreiGeistler 07. Apr 2015

Füge noch die Spionage an und du hast die Realität beschrieben... Respektive, Verstösse...

TarikVaineTree 01. Feb 2015

+1

genab.de 01. Feb 2015

Was viele vergessen ist, as auf Festplatten und DVD/CD Rohlinge, USB Sticks bereits GEMA...

Technokrat85 01. Feb 2015

Stimme ich dir vollkommen zu. Die Elite hat schließlich auch in der Zeit dazu gelernt...

bonus_bonus 31. Jan 2015

Sry, aber Du laberst Quatsch. Fang mal an konstruktiv zu kommunizieren, wenn Du was...



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