Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Signal: Pentagon ermittelt gegen Hegseth in Chat-Affäre

Verstoß gegen Geheimhaltungspflichten? Das Pentagon untersucht, ob der US-Verteidigungsminister Kriegspläne über Signal weitergegeben hat.
/ Andreas Donath
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ausschnitt aus der Kommunikation (Bild: The Atlantic/Mockdrop.io)
Ausschnitt aus der Kommunikation Bild: The Atlantic/Mockdrop.io

Die interne Aufsichtsbehörde des Pentagons hat eine Untersuchung eingeleitet, die den Umgang von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mit der Signal-App überprüfen soll. Die Untersuchung erfolgt auf Anfrage des Streitkräfteausschusses im US-Senat, wie CNN berichtete(öffnet im neuen Fenster) .

Hegseth hatte in einer Chatgruppe mit hochrangigen US-Regierungsmitgliedern Details zu einem US-Militäreinsatz geteilt. Aus Versehen war auch ein Journalist dabei, durch den das Ganze öffentlich wurde .

Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, ob Hegseth operative Pläne für einen US-Militärschlag gegen die Huthi-Miliz im Jemen über die Signal-App kommunizierte.

Das wäre ein Verstoß gegen Geheimhaltungspflichten sowie gegen die Archivierungspflicht von Regierungsdokumenten und -kommunikation. Weiteres Ministeriumspersonal steht ebenfalls im Fokus der Ermittlungen.

Die Chatnachrichten zeigen, dass Hegseth etwa eine halbe Stunde vor Beginn einer militärischen Operation detaillierte Informationen mit den Gruppenmitgliedern teilte, darunter den Zeitplan, die Abfolge der Bombardierungen und Angaben zu eingesetzten Waffensystemen.

Es gibt zudem Hinweise darauf, dass die Kommunikation über Signal umfangreicher war als zunächst angenommen. Laut Medienberichten vom Mittwoch soll Mike Waltz, der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, mindestens 20 solcher Chatgruppen eingerichtet haben. In diesen Gruppen wurden anscheinend verschiedene, politisch sensible Themen diskutiert.


Relevante Themen