Abo
  • Services:
Anzeige
Pro Evolution Soccer 2016
Pro Evolution Soccer 2016 (Bild: Konami)

PES 2016 im Test: Tempokick mit Mangel an Atmosphäre

Pro Evolution Soccer 2016
Pro Evolution Soccer 2016 (Bild: Konami)

"Wichtig ist auf dem Platz" - nach diesem Motto hat sich die PES-Reihe seit einigen Jahren auf gute Bedienbarkeit konzentriert und dabei die Präsentation des Geschehens oft vernachlässigt. In Pro Evolution Soccer 2016 wird nachgebessert - die Highlights finden sich aber weiterhin auf dem grünen Rasen.
Von Thorsten Wiesner

Der FC Bayern ist dabei, der VFL Wolfsburg auch, ebenso Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen allerdings nicht, und das trotz offizieller Champions-League-Lizenz, die Konami für Pro Evolution Soccer 2016 wieder besitzt.

Anzeige

Der nur rudimentäre Lizenzumfang ist PES-Spielern allerdings seit Jahren bekannt: Die Bundesliga etwa ist weiterhin nicht lizenziert, dafür die Topligen aus Spanien und Frankreich. Aus anderen Ländern haben es nur ein paar Teams offiziell ins Spiel geschafft, sie werden durch Fantasietruppen ergänzt, hinzu kommt die Europa League mit ein paar Aushängeschildern - wer aber Wert auf alle echten Namen, Logos und Spielstätten legt, wird wieder einmal enttäuscht.

Auch bei der Präsentation der unterschiedlichen Spielmodi - vom Training über das Einzelspiel bis hin zur Meisterliga - lässt Konami sträflich viele Chancen liegen, vor allem das Kribbeln der Champions League will sich partout nicht einstellen. Immerhin wurden grundsätzliche Menüstrukturen und Zwischensequenzen überarbeitet. Vor allem die runderneuerte Karriere präsentiert sich nun längst nicht mehr so nüchtern wie in den Vorjahren, das Potenzial nach oben bleibt aber riesig.

Direktere Spielersteuerung, hohes Tempo

PES-Anhänger kennen diese Probleme aber seit Jahren und lassen sich davon nicht abschrecken - weil sie das Gefühl auf dem Platz begeistert. Und dort hat Konami auch dieses Jahr wieder viele gute Argumente; vor allem die Spielersteuerung fühlt sich noch etwas direkter an, Aktionen werden unverzüglich umgesetzt, Zweikämpfe sind durch mehr Eingriffsmöglichkeiten und noch bessere Einbeziehung der eigenen Physis authentischer und spannender.

  • Pro Evolution Soccer 2016 (Bild: Konami)
  • Pro Evolution Soccer 2016 (Bild: Konami)
  • Pro Evolution Soccer 2016 (Bild: Konami)
  • Pro Evolution Soccer 2016 (Bild: Konami)
  • Pro Evolution Soccer 2016 (Bild: Konami)
Pro Evolution Soccer 2016 (Bild: Konami)

Weiterhin hoch ist auch das Spieltempo - manchem Simulationsanhänger mag es sogar etwas zu hoch sein. Direktes Passspiel, schnelle Sprints, zahlreiche Abschlüsse: Vor allem bei geringen Schwierigkeitsgraden sind Partien mit vielen Toren hier deutlich wahrscheinlicher als hart erkämpfte torlose Unentschieden. Das hat auch damit zu tun, dass die Torwarte erstaunlich viele Fernschüsse durchlassen oder unentschlossen zu lange abwarten.

Gewöhnungsbedürftig sind auch die Schiedsrichter, die bei vielen Tacklings gerne ein Auge zudrücken und trotz Raunens im Publikum und am Boden liegender Spieler weiter laufen lassen. Das ist gut für den Spielfluss, manchmal aber selbst für englische Verhältnisse schon sehr großzügig.

Wunderbare Aktionen auf dem Platz, flache Spieler und Publikum

Wer erfolgreich war, kann seine eigenen Leistungen mit ein paar neuen Jubelanimationen feiern, wobei ohnehin viele der Aktionen auf dem Platz wunderbar geschmeidig in Szene gesetzt sind. Der Umfang an Animationen wurde deutlich erhöht, was die Ballaktionen viel flüssiger aussehen lässt und gerade auch in den Wiederholungen nochmals viel Spaß bereitet, da sehenswerte Dribblings, Finten und Abschlüsse häufig sind. Im direkten Vergleich hinken Mimik und Gestik der Spieler da deutlich hinterher, ebenso wie die immer noch flache Publikumsdarstellung.

Ähnlich unbefriedigend ist der deutsche Kommentar: Neben Hansi Küpper sitzt jetzt Marco Hagemann statt Wolf Fuss am Mikro, leider mangelt es beiden aber oft an Atmosphäre. Zudem passiert es immer noch viel zu häufig, dass Kommentare nicht zur jeweiligen Situation passen.

Pro Evolution Soccer 2016 ist ab sofort für Playstation 4, Xbox One, PC, Playstation 3 und Xbox 360 im Handel erhältlich und kostet etwa 50 Euro. Das Spiel ist von der USK ohne Alterseinschränkung freigegeben.

Fazit

Ein fantastisches Spielgefühl, wunderbare Animationen und tolle Ballaktionen auf der einen, viele vergebene Chancen bei der Präsentation und den Lizenzen auf der anderen Seite: Konami trumpft wieder einmal auf dem Platz ganz groß auf, hat andererseits trotz verbesserter Optik und mehr Umfang bei der Meisterliga weiterhin große Probleme bei der B-Note. Wer schnellen, trickreichen, direkten und sehr vielseitigen Fußball auf dem Platz liebt und für spannende und ansehnliche Inszenierung nur ein Schulterzucken übrig hat, wird hier wochenlang Spaß haben. Alle anderen werden wohl erneut eher zu Fifa greifen.


eye home zur Startseite
divStar 21. Sep 2015

Es soll Leute geben, denen die Grafik von WoW auch gefällt (ich zähle nicht dazu) - also...

Bosancero 21. Sep 2015

PC Version hängty sieht selbst gegen eine PS3 richtig besch.. aus ubd selbst 20¤ wäre...

RaZZE 21. Sep 2015

Erinnert etwas an die Korrektur der Abschlussarbeit von meinem Ausbilder. :D



Anzeige

Stellenmarkt
  1. AWEK GmbH, Barsbüttel, später Hamburg
  2. Viking River Cruises AG, Basel (Schweiz)
  3. persona service Freiberg, Freiberg
  4. Bundeskriminalamt, Wiesbaden


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Facebook Messenger

    Bug lässt iPhone-Nutzer nur wenige Wörter tippen

  2. Multi-Shot-Kamera

    Hasselblad macht 400-Megapixel-Fotos mit 2,4 GByte Größe

  3. Mitsubishi

    Rückkamera identifiziert Verkehrsteilnehmer

  4. Otherside Entertainment

    Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

  5. Meltdown und Spectre

    "Dann sind wir performancemäßig wieder am Ende der 90er"

  6. Google Play Services

    Update gegen Chromecast-WLAN-Blockade kommt bald

  7. Cars 3 und Coco in HDR

    Die ersten Pixar-Filme kommen als Ultra-HD-Blu-ray

  8. Überwachungstechnik

    EU-Parlament fordert schärfere Ausfuhrregeln

  9. Loki

    App zeigt Inhalte je nach Stimmung des Nutzers an

  10. Spielebranche

    Fox kündigt Studiokauf und Alien-MMORPG an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nachbarschaftsnetzwerke: Nebenan statt mittendrin
Nachbarschaftsnetzwerke
Nebenan statt mittendrin
  1. Curie Google verlegt drei neue Seekabel
  2. Nextdoor Das soziale Netzwerk für den Blockwart
  3. Hasskommentare Neuer Eco-Chef Süme will nicht mit AfD reden

Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform

  1. Re: M.2 bietet nicht genügend Speicher im Notebook?

    Matty194 | 15:18

  2. Re: "performancemäßig wieder am Ende der 90er"

    superdachs | 15:18

  3. Re: Kein verstellen von Spiegeln nötig

    das_mav | 15:16

  4. Re: Unitymedia 50 Mbit

    Coding4Money | 15:14

  5. Re: Ups ...

    Gamma Ray Burst | 15:13


  1. 13:15

  2. 13:00

  3. 12:45

  4. 12:30

  5. 12:00

  6. 11:58

  7. 11:48

  8. 11:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel