Abo
  • Services:

Perspective: Google hilft, Forentrolle zu erkennen

Webseiten können zukünftig Onlinekommentare auf ihr Troll- und Belästigungspotenzial prüfen. Der neue Service stammt von Google und soll kostenlos sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Perspective (Symbolroboter)
Perspective (Symbolroboter) (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Der neue Google-Service Perspective bietet eine API, mit der insbesondere Nachrichtenwebseiten die Kommentare von Lesern auf ihre "Giftigkeit" prüfen können. Google versteht unter giftigen Kommentaren (toxic comments) Nutzerkommentare, welche die Diskussionen stören sollen und andere Nutzer beleidigen oder mobben. Die API liefert für einen übermittelten Kommentar den Punktwert der Giftigkeit. Die Interpretation des Punktwertes und die daraus folgenden Maßnahmen überlässt der Service den Webseitenbetreibern. Geld verlangt Google für die Nutzung von Perspective nicht.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Berlin
  2. Daimler AG, Großraum Stuttgart

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Webseiten, insbesondere Nachrichtenseiten, die Kommentarfunktion zeitlich beschränkt, teilweise deaktiviert oder vollständig abgeschaltet. Google will diesem Trend mit seinem Service entgegenwirken und Webseitenbetreiber animieren, wieder mehr Nutzerinhalte zuzulassen.

Maschinen lernen Forentrolle kennen

Die Erkennung setzt auf durch Maschinenlernen erzeugte Modelle, dabei kommt die Tensorflow-Bibliothek zum Einsatz. Zum Lernen und Testen dienten unter anderem Onlinekommentare der New York Times, die von Moderatoren manuell als giftig markiert wurden. Vorerst unterstützt der Service nur Englisch. Weitere Sprachen sollen folgen, wenn genügend Daten durch weitere kooperierende Webseiten zusammengekommen sind. Einen konkreten Zeitplan für zusätzliche Sprachen wollte Google nicht nennen.

Um die Modelle zu verbessern, stellt Google Feedback-Mechanismen bereit. Die Webseitenbetreiber dürfen selbst entscheiden, ob die übermittelten Kommentare von Google für weitere Modellverbesserungen dauerhaft gespeichert werden dürfen oder nicht.

Perspective entstammt dem Technik-Inkubator Jigsaw. Das Unternehmen soll technische Lösungen für globale Probleme finden. Ursprünglich hieß es Google Ideas.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 1,29€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  4. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

lestard 27. Feb 2017

Schon klar, die haben einige Vorteile aber trotzdem: Die Daten hier sind doch öffentliche...

User_x 24. Feb 2017

...als ob der andere content nicht in Bedeutungslosigkeit versinkt? Ist nen Hobby, sich...

ap (Golem.de) 24. Feb 2017

So schnell lassen wir uns nicht vertreiben. :) *durch meinen Google-Bot geschrieben*

AngryFrog 24. Feb 2017

Das ist doch genau mein Argument. Was der "normale User" unter Troll versteht ist nicht...

chefin 24. Feb 2017

Trollen lässt sich eh nicht an Worten festmachen. Auch nicht an Phrasen. Selbst dein...


Folgen Sie uns
       


Google Lens ausprobiert

KI mit Sehschwäche: Google Lens ist noch im Betastadium.

Google Lens ausprobiert Video aufrufen
Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
Volocopter 2X
Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
Von Nico Ernst

  1. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
  2. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben
  3. Verkehr Porsche entwickelt Lufttaxi

Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet
Sonnet eGFX Box 650 im Test
Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet

Die eGFX Box 650 von Sonnet ist ein eGPU-Gehäuse, das dank 650-Watt-Netzteil auch mit AMDs Radeon RX Vega 64 läuft. Die Box ist zwar recht leise, dennoch würden wir den Lüfter gerne steuern.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Razer Core X eGPU-Box kostet 300 Euro
  2. eGFX Breakaway Box 650 Sonnets Grafik-Gehäuse läuft mit Vega 64
  3. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht

Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
Kreuzschifffahrt
Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
Von Werner Pluta

  1. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
  2. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren
  3. Elektromobilität Norwegische Elektrofähre ist sauber und günstig

    •  /