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Personio-Chef: "Viele arbeiten noch mit Excel-Listen und Papier"

Software für den Personalbereich zu machen, gilt als schwierig. Zu verkrustet seien die Prozesse, zu kompliziert die Abläufe, heißt es oft. Das Unternehmen Personio macht aber genau das - und obendrein für den Mittelstand.

Ein Interview von Markus Kammermeier veröffentlicht am
Hanno Renner hat Personio mit drei Studienkollegen gegründet.
Hanno Renner hat Personio mit drei Studienkollegen gegründet. (Bild: Personio)

Wieder viele Millionen US-Dollar neues Kapital: Mit dieser Meldung hat das junge Software-Unternehmen Personio Anfang des Jahres auf sich aufmerksam gemacht. 75 Millionen waren es, um genau zu sein. Große Investitionen in Software-Startups sind außerhalb des Silicon Valley selten, Personio sticht aber nicht nur hier heraus. Die Firma entwickelt seit knapp fünf Jahren Software für Personalprozesse. Gerade die Personalabrechnung und -verwaltung gilt für viele als verkrustet und kompliziert - hieran wagen sich nur wenige neue Softwareanbieter.

Inhalt:
  1. Personio-Chef: "Viele arbeiten noch mit Excel-Listen und Papier"
  2. Wie schützen Sie die wertvollen Daten?

Personio hat 400 Mitarbeiter, von denen 350 am Hauptstandort in München arbeiten. 700, also doppelt so viele, sollen es im Laufe des Jahres werden.

Das Münchner Büro befindet sich in der Innenstadt. Was schon bei der Ankunft auffällt: Hier arbeitet ein internationales und aufgeschlossenes Team, es herrscht Startup-Feeling. Alles ist modern und offen gestaltet. Im Büro des CEO Hanno Renner hängt ein Sportfahrrad an der Wand.

Bei mittelständischen Unternehmen sei die Digitalisierung im Personalmanagement bisher ein Problem, sagt Renner. Im Interview erzählt er uns unter anderem, wie seine Firma es lösen will, wie sie dabei die vertraulichen Daten schützt und was Personio anders macht als Success Factors, Umantis und Co.

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Golem.de: Sie haben Personio 2015 zu viert gegründet. Was war Ihre Motivation?

Hanno Renner: Wir haben uns während unseres Studiums am CDTM, dem Center for Digital Technology and Management, in München kennengelernt. Wir wollten gerne ein Unternehmen gründen, mit dem wir ein echtes Problem lösen können. Im HR ist die Digitalisierung noch ein ungelöstes Problem - gerade für kleine und mittelständische Unternehmen. Dazu zählen wir Firmen mit 10 bis 2.000 Mitarbeitern. Viele HR-Abteilungen arbeiten dort noch mit Excel-Listen oder Papier. Dadurch sind viele Vorteile der Digitalisierung - wie sie in anderen Bereichen bereits genutzt werden - für diese Teams noch nicht verfügbar.

Golem.de: Sie wollen die Personalarbeit im Mittelstand digitalisieren. Sind Sie selbst Personaler?

Renner: Von uns Gründern hatte tatsächlich keiner HR-Erfahrung. Wir kommen alle aus der IT. Mit Technologie kann man heute viele Herausforderungen angehen. Wir haben uns HR-Prozesse in mittelständischen Firmen angesehen und gesagt: Das muss besser gehen. Der erste Schritt waren die Stammdaten. Wir wollten die Personaldaten aus den Excel-Listen in die Cloud übernehmen, um sie dort für alle verfügbar zu machen - natürlich mit den entsprechenden Zugriffsrechten. Auf dieser Basis haben wir in enger Zusammenarbeit mit unseren frühen Kunden die Software Personio nach und nach weiterentwickelt.

  • Das Büro von Personio in der Münchner Innenstadt. (Bild: Personio)
Das Büro von Personio in der Münchner Innenstadt. (Bild: Personio)

Golem.de: Für HR sind Stammdaten besonders wichtig. Dementsprechend umkämpft ist dieser Markt in Deutschland. Was hebt Sie von Ihren Mitbewerbern ab?

Renner: Die Stammdaten waren für uns nur der Einstieg. Heute liefern wir mit Personio eine Art HR-Betriebssystem für Unternehmen. Wir digitalisieren den gesamten Mitarbeiter-Lebenszyklus: Vom Recruiting über die Weiterentwicklung der Mitarbeiter und die Administration in HR. Inzwischen bieten wir auch Funktionen für die Payroll, also die Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter an. Der Markt sieht nur auf den ersten Blick hart umkämpft aus. Tatsächlich finden wir viele Unternehmen, die noch sehr analog oder mit Excel-Tabellen arbeiten. Die Angebote der Mitbewerber sind oft bereits früher - in den 90ern - entstanden. Damals gab es noch nicht die Mittel, um Cloud-Software anzubieten. Andere Wettbewerber konzentrieren sich auf die großen Konzerne. Wir bieten hingegen eine native Cloud-Anwendung für den Mittelstand.

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Wie schützen Sie die wertvollen Daten? 
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43rtgfj5 11. Mai 2020

Unsere Buchhaltung ist auch "in der Cloud", nur eben in unserer eigenen VMWare-Cloud in...

thorben 10. Mai 2020

Das Stichwort ist da Belegverdichtung... Es wird genau ein Beleg erzeugt... Gehalt x...

xUser 08. Mai 2020

Dich gegen einen böswilligen Angriff durch einen Cloud Provider zu schützen ist ungefähr...

Gole-mAndI 08. Mai 2020

Wenn ich die Daten auf einer Festplatte habe und die läuft 3 Jahre non Stop habe ich...

User_x 08. Mai 2020

Gerade weil Excel oder Papier so flexibel ist, wird es verwendet. Zudem kostet Software...


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