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Wie schützen Sie die wertvollen Daten?

Golem.de: Gerade der deutsche Mittelstand benötigt die Kombination aus Administration, Abrechnung und Zeitwirtschaft. Sie bieten heute bereits ein Payroll-Modul in Ihrer Lösung. Wie umfassend wollen Sie das Thema für Produktionsunternehmen anbieten?

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Renner: Abrechnung wollen wir ganzheitlich für all unsere Kunden anbieten. Bei der Zeitwirtschaft - gerade im Bereich Hardware - arbeiten wir mit Partnern zusammen.

Golem.de: Agilität ist in HR nach wie vor ein wichtiges Schlagwort. Richtet sich Ihre Lösung an Unternehmen mit klassischen HR-Prozessen? Oder können Kunden hier auch agile Prozesse wie zum Beispiel OKR oder Scrum-Teams abbilden?

Renner: In Personio können wir bereits heute klassische und agile Organisationsmodelle abbilden. Wir selbst arbeiten mit einer flachen und agilen Organisation. Im einfachsten Fall ordnen wir einfach eine zweite Führungskraft zu. Bei Bedarf sind auch komplexere Modelle möglich.

Golem.de: Sie beschreiben eine Matrixorganisation. In der agilen Organisation können Mitarbeiter Mitglied in unterschiedlichen agilen Strukturen und Teams sein. Können Sie das auch in Personio wiedergeben?

Renner: Unser Produkt ist hier sehr flexibel. Kunden können eigene Attribute definieren und damit zum Beispiel Projektteams definieren und danach filtern.

Golem.de: Gerade als Cloud-Anbieter für HR-Lösungen ist Datenschutz ein großes Thema. Sie verarbeiten personenbezogene Daten, die viele als hochsensibel einschätzen. Andere Unternehmen fallen immer wieder negativ mit Datenverlust auf. Wie wappnen Sie sich dagegen?

Renner: Unsere Daten werden zentral in Frankfurt am Main gehostet. Damit liegen alle Daten in Deutschland. Bereits vor der DSGVO haben wir auf das Thema Datenschutz einen Fokus gelegt - gerade auch als Abgrenzung zu Wettbewerbern aus dem Ausland. Wir haben interne Kollegen für die Bereiche Datenschutz und Datensicherheit und wir lassen uns regelmäßig in Penetration-Tests durch externe Experten überprüfen. Dabei suchen externe Sicherheitsprofis auf unseren Systemen nach Schwachstellen.

Golem.de: Wie gewährleisten Sie die Sicherheit in der Kommunikation zwischen Rechenzentrum und Kundensystem?

Renner: Grundsätzlich sind alle Kundendaten bei uns im Rechenzentrum verschlüsselt. Selbst wenn jemand in das Rechenzentrum des Cloud-Anbieters einbrechen sollte, würde er dort nur verschlüsselte Daten finden. Auch unsere Supportmitarbeiter können erst nach manueller Freigabe durch Kunden auf deren Account zugreifen. Die Daten werden beim Transfer zwischen unseren Systemen und den Kundensystemen mit TLS (HTTPS) verschlüsselt.

Golem.de: Haben Sie das Verfahren hierfür selbst entwickelt?

Renner: Vieles davon haben wir selbst entwickelt, verlassen uns aber ebenfalls auf erprobte "Best in class"-Industrielösungen. Wir haben auch Mitarbeiter bei uns im Team, die langjährige Erfahrung mitgebracht haben.

Golem.de: Viele Technik-Trends betreffen auch HR: KI, Chatbots oder Big Data. Wo werden diese Technologien in Ihrer Lösung eingesetzt?

Renner: Viele dieser Techniken brauchen strukturierte und digitalisierte Daten. Solange diese Daten in Excel-Listen liegen, können wir diese Techniken nicht einsetzen. Daher ist es unser erstes Ziel, mit den Kunden zunächst den ersten Schritt zu gehen: Die Daten müssen digitalisiert und zentral abgelegt werden. Wir sehen hier mittelfristig wichtige Anwendungsbereiche, konzentrieren uns aber zunächst auf das Fundament: Wenn die Daten nicht digitalisiert sind, sind sie nicht nutzbar. Ich werde immer wieder gefragt, wie KI für das Kandidaten-Matching eingesetzt werden kann. So etwas ist sinnvoll, wenn ich viele tausend Kandidaten auf einer Stelle verwalten muss. Unsere Kunden haben oft nur wenige Bewerbungen, die zugeordnet werden müssen. Hier verlieren KI-Lösungen schnell ihre Relevanz.

Golem.de: Dann lassen Sie diese Themen liegen?

Renner: So würde ich das nicht sagen. Aber bevor wir uns mit Buzzwords beschäftigen, arbeiten wir lieber an den Themen und Lösungen, die unsere Kunden heute benötigen.

Nachtrag vom 14. Mai 2020, 11:46 Uhr

Personio hat im Nachhinein um einige Korrekturen in den gegebenen Interview-Antworten gebeten. Wir haben folgende Passagen geändert:

"Unsere Rechenzentren sind in Frankfurt und Karlsruhe" wurde zu "Unsere Daten werden zentral in Frankfurt am Main gehostet".

Die folgende Antwort wurde stark überarbeitet: "Grundsätzlich sind alle Kundendaten bei uns im Rechenzentrum verschlüsselt. Selbst wenn jemand den Cloud-Anbieter hacken würde, würde er dort nur verschlüsselte Daten finden; der Schlüssel liegt nicht in der Cloud. Auch unsere Supportmitarbeiter brauchen für den Datenzugriff den Schlüssel des Kunden. Bei einem Servicefall muss der Kunde die Daten bewusst für uns freischalten."

Die Passage lautet nun: "Grundsätzlich sind alle Kundendaten bei uns im Rechenzentrum verschlüsselt. Selbst wenn jemand in das Rechenzentrum des Cloud-Anbieters einbrechen sollte, würde er dort nur verschlüsselte Daten finden. Auch unsere Supportmitarbeiter können erst nach manueller Freigabe durch Kunden auf deren Account zugreifen. Die Daten werden beim Transfer zwischen unseren Systemen und den Kundensystemen mit TLS (HTTPS) verschlüsselt."

Der folgende Satz wurde erweitert: "Vieles davon haben wir selbst entwickelt" wurde ergänzt um "verlassen uns aber ebenfalls auf erprobte "Best in class"-Industrielösungen".

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 Personio-Chef: "Viele arbeiten noch mit Excel-Listen und Papier"
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43rtgfj5 11. Mai 2020

Unsere Buchhaltung ist auch "in der Cloud", nur eben in unserer eigenen VMWare-Cloud in...

thorben 10. Mai 2020

Das Stichwort ist da Belegverdichtung... Es wird genau ein Beleg erzeugt... Gehalt x...

xUser 08. Mai 2020

Dich gegen einen böswilligen Angriff durch einen Cloud Provider zu schützen ist ungefähr...

Gole-mAndI 08. Mai 2020

Wenn ich die Daten auf einer Festplatte habe und die läuft 3 Jahre non Stop habe ich...

User_x 08. Mai 2020

Gerade weil Excel oder Papier so flexibel ist, wird es verwendet. Zudem kostet Software...


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