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Personal Streaming: Twitter behindert Live-Video-App Meerkat

Live-Video-Übertragungen vom eigenen Smartphone mittels der App Meerkat könnten sich zu einer interessanten Anwendung entwickeln, doch deren Nutzer haben nun ein Problem: Twitter schränkt die Funktion zum Verbreiten der Streams deutlich ein. Grund könnte der Kauf eines Konkurrenten sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Twitter schränkt Meerkat ein.
Twitter schränkt Meerkat ein. (Bild: Andreas Donath)

Mit der iOS-App Meerkat (Englisch für "Erdmännchen") können Smartphone-Nutzer Live-Videostreams übertragen und sich praktisch als Fernsehsender betätigen. Die App ist sehr erfolgreich und konnte in den letzten zwei Wochen etwa 120.000 Nutzer gewinnen. Die Übertragung funktioniert mit nur einem Knopfdruck, das Zielpublikum sind die Twitter-Follower des Nutzers. Sie erhalten den Hinweis über die Live-Übertragung. Wer will, kann die Übertragung für alle Zuschauer sichtbar mit Texten kommentieren.

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Meerkat nutzte die Follower-Informationen, um die Live-Sendungen einem möglichst großen interessierten Publikum bekanntzumachen. Diese Verbindung hat Twitter nun gekappt. Angeblich folgte Twitter dabei eigenen, internen Regeln, wie eine Sprecherin des Unternehmens dem Wall Street Journal mitteilte. Zwar können weiterhin Links zum Livestream über Twitter verbreitet werden, und nur neue Nutzer sind von der Einschränkung betroffen, dass Follower nicht mehr benachrichtigt werden. Dennoch hat die Vorgehensweise einen Beigeschmack: Twitter hatte kurz zuvor die Übernahme von Periscope bekanntgegeben. Und dieses Unternehmen ist ausgerechnet ein Meerkat-Konkurrent. Der Kaufpreis soll unbestätigten Berichten zufolge bei 100 Millionen US-Dollar liegen.

Meerkat will nicht aufgeben

Eigentlich wollte Meerkat auf dem Festival "South by Southwest" (SXSW) groß herauskommen. Meerkat-Gründer Ben Rubin spielte die Twitter-Attacke herunter und nannte sie nur ein kleines Hindernis für die App, doch er wies darauf hin, dass es ein trauriger Tag für die Twitter-Entwicklergemeinde sei. Damit spielt er darauf an, dass Twitter durch Einschränkungen seines Dienstes schon öfter Entwickler verärgert hatte, die ihre Anwendungen an Twitter-Funktionen gebunden hatten. Im Interview mit Recode teilte Rubin mit, dass er gerade mal zwei Stunden vor der Einschränkung von Twitter gewarnt worden sei.

Gegenüber Techcrunch kündigte Rubin an, dass die App eine eigene Kontaktverwaltung bekommen werde. Das würde ihn unabhängig von Twitter machen, doch die Verbreitungsmöglichkeiten sind dadurch vermutlich erheblich geringer als über Twitter.

Meerkat kann kostenlos über Apples iTunes App Store heruntergeladen werden.



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Anonymer Nutzer 15. Mär 2015

Die Bildqualität ist zwar nicht der Hammer, aber für nen kostenlosen Dienst nicht...


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