Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Personal: Google muss erstmals sparen

Google ist berühmt für seine Extraleistungen für die Mitarbeiter. Doch in anderen Bereichen beginnt der Internetkonzern zu sparen, Neueinstellungen werden etwas seltener.
/ Achim Sawall
36 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Googles neue Finanzchefin im Jahr 2013 (Bild: Mike Theiler/Reuters)
Googles neue Finanzchefin im Jahr 2013 Bild: Mike Theiler/Reuters

Google stellt weniger neue Mitarbeiter ein und setzt auf einen Sparkurs. Das berichtet(öffnet im neuen Fenster) das Wall Street Journal unter Berufung auf Unternehmensquellen. Zwei Mitarbeiter sagten der Zeitung, dass Ausgaben für Reisen, Verbrauchsmaterialien und Veranstaltungen mehr Begründungen erforderten als in der Vergangenheit.

Der Internetkonzern ist für seine luxurösen Zusatzleistungen für seine Beschäftigten bekannt. So gab es kostenloses Essen von Sterneköchen, ein Fitnesscenter, einen Waschsalon, Autopflege und einen Shuttle Bus.

Der Umsatz des Internetkonzerns kann nicht mehr so stark wachsen, weil die wichtigste Einnahmequelle Online-Werbung an Dynamik verliert. Die Einnahmen pro Klick auf Googles Werbenetzwerk sinken, während die Anzahl der Klicks weiter zunimmt.

Neuer Kurs mit Ruth Porat

Seit Ende Mai 2015 ist Ruth Porat die neue Finanzchefin von Google. Die 57-Jährige kam von der Investmentbank Morgan Stanley, wo sie bereits einen Sparkurs fuhr. Sie setze die neue Sparpolitik bei Google aktiv um und nehme an einem internen Audit teil, um Kosten, Umsatz und Buchführung zu überprüfen, so das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider.

Google stellte im ersten Quartal 2015 nur noch 1.819 neue Mitarbeiter ein. Das ist die geringste Steigerung der Beschäftigtenzahl seit dem ersten Quartal 2013.

In den vergangenen Jahren konnten Google-Teams einfach Neueinstellungen veranlassen. Jetzt legt das oberste Management fest, welche Bereiche neue Mitarbeiter ins Team holen dürfen. Seit Ende 2014 müssen zuerst Pläne ausgearbeitet werden, wie mehr Personal zu einer Umsatz- oder Nutzersteigerung führen kann.

Die angeschlagene Google+-Sparte darf nur wenige Neueinstellungen vornehmen. Die Nest-Sparte für Connected Home darf dagegen personal stark wachsen. Allgemein würden Neueinstellungen schwerer bewilligt, so der Bericht.


Relevante Themen