Persistenter Speicher: Letzte Optane-Generation legt noch einmal zu

Mit der Flash-Alternative 3D Xpoint wollten Intel und Micron den Speichermarkt revolutionieren: Schneller und haltbarer als Flash sollte er sein, Daten trotzdem dauerhaft auch ohne Spannungszufuhr halten. 2022 kündigte Intel dann das Ende der Technologie an, seitdem war offen, wie die Zukunft der Optane-Module im RAM-Format für die Xeon-SP-Prozessoren aussieht. Eine geleakte Präsentationsfolie(öffnet im neuen Fenster) legt nahe: Die geplante Serie 300 kommt noch ( via Tom's Hardware(öffnet im neuen Fenster) ).
Das deckt sich mit Aussagen von Intel , dass man für Sapphire Rapids mit Kunden an Optane-Lösungen arbeite. Die legt bei der Leistung noch einmal zu, wie aus der geleakten Roadmap hervorgeht: Wird im Verhältnis 2:1 gelesen und geschrieben (2R1W), soll die Bandbreite bei sequentiellem Zugriff um fast 25 Prozent auf 6 GByte/s steigen. Noch nennenswerter soll der unter dem Namen Crow Pass entwickelte Speicher bei wahlfreiem Zugriff zulegen: 3 GByte/s soll dieser erreichen, der Vorgänger Barlow Pass schaffte 1,21 GByte/s.
Eine wesentliche Rolle spielt die Anbindung: Während Barlow Pass auf maximal 3.200 Megatransfers pro Sekunde (MT/s) beschränkt war, soll Crow Pass bis zu 4.400 MT/s schaffen. Möglich macht das der schnellere Speicherstandard, Crow Pass wird anstelle von DDR5-Modulen verbaut. Trotz gestiegener Bandbreite soll die Leistungsaufnahme mit 15 Watt pro Modul gleich bleiben. Mittels Opportunistic Bandwidth Boost können die Module allerdings kurzzeitig ihre Leistungsaufnahme um 25 Prozent erhöhen, um den Datendurchsatz zu steigern.
Verbesserter Controller, gleicher Speicher
Da Intel den 3D-Xpoint-Speicher, auf dem Optane basiert, nicht weiterentwickelt, sind alle Leistungssteigerungen auf den Controller zurückzuführen. Der kann nicht nur mehr Transaktionen pro Sekunde ausführen, die Verschlüsselung ist zudem erstmals auch nach dem Standard FIPS 140-3(öffnet im neuen Fenster) zertifiziert. Damit können Unternehmen die Sicherheit der bei ihnen verarbeiteten und gespeicherten Daten nachweisen. Die Präsentationsfolie erwähnt auch einen neuen Modus namens FastADR , der die Integrität der Daten bei einem Ausfall der Versorgungsspannung sicherstellt.

Dass Intel für Crow Pass, wie für Barlow Pass, die zweite Generation von 3D Xpoint verwenden will, wurde bereits 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Aufgrund der schlechten Absatzzahlen soll Intel zudem große Mengen des Speichers auf Lager haben – der wird nun offenbar verbaut, anschließend dürfte die Geschichte von 3D Xpoint beendet sein.
Laut Präsentation soll die letzte Generation an Optane-DIMMs auch noch mit Emerald Rapids nutzbar sein, der Nachfolgegeneration von Sapphire Rapids. Ob Intel weiterhin persistenten Speicher anbieten wird, ist offen – Alternativen gäbe es, aber das Grundproblem der geringen Nachfrage lösen auch sie nicht.