Persistent Memory: Intel scheint Optane endgültig aufzugeben

Doch nicht persistent: "Ich wollte nie im Speichergeschäft sein", sagt Intel-CEO Pat Gelsinger. Die Optane-Sparte machte zuletzt einen Milliardenverlust.

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Optane DC Persistent Memory, genauer Apache Pass
Optane DC Persistent Memory, genauer Apache Pass (Bild: Intel)

Als Intel dem Investor-Meeting seine Roadmap bis 2025 präsentierte, fehlte ein Thema völlig: der Persistent Memory alias Optane. Sich einst in Entwicklung befindliche Generationen wurden mit keinem Wort erwähnt, dafür aber sagte CEO Pat Gelsinger, er "wollte nie im Speichergeschäft sein" und versuche daraus auszusteigen. Folgerichtig mehren sich die Berichte, wonach das Optane-Geschäft bald Geschichte ist.

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Schon im Herbst 2020 hatte Intel seine NAND-Sparte an SK Hynix veräußert, sich aber mit dem ehemaligen Joint-Venture-Partner Micron darauf geeinigt, zumindest Optane-Wafer einzukaufen. Seit Micron die Fab 2 in Lehi aber Ende 2021 an Texas Instruments abgetreten hat, fiel auch diese letzte Option vor einigen Monaten weg.

Neben diversen Optane-SSDs basierend auf dem 3D Xoint genannten Phasenwechselspeicher hatte Intel insbesondere den Optane DC Persistent Memory für Server-CPUs immer wieder in den Fokus gerückt: Angefangen beim Optane 100 (Apache Pass) für die Xeon SP v1 alias Cascade Lake über den Optane 200 (Barlow Pass) für die Xeon SP v3 alias Ice Lake bis hin zum Optane 300 (Crow Pass) für die kommenden Sapphire Rapids reichten die bisherigen Ankündigung.

Kein Wort zur Optane-Zukunft

Einst stand auch noch Donahue Pass als vierte Generation für Granite Rapids auf dem Plan, aber selbst zum Optane 300 gab es auf dem Investor Meeting keinen weiteren Kommentar. Für den Sockel-kompatiblen Sapphire-Rapids-Nachfolger namens Emerald Rapids soll es eine "Erweiterung der Speichervorteile" geben, damit könnte aber auch eine höhere HBM2e-Kapazität gemeint sein.

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Die Nachfrage bezüglich Persistent Memory und Optane-SSDs spricht gegen eine Weiterführung: Laut einer Börsenpflichtmitteilung (PDF) kam 2020 ein Verlust von 576 Millionen US-Dollar zustande, für 2021 soll er hochgerechnet bei ebenfalls einer halben Milliarde US-Dollar liegen. Im Februar 2022 verließ Alper Ilkbahar, bisher Chef der Optane-Sparte bei Intel, das Unternehmen offiziell aus persönlichen Gründen.

Wirklichen Erfolg hatte Intel in den vergangenen Jahrzehnten mit dem Speichergeschäft nur einmal: Nämlich als der spätere CEO Andy Grove seinem damaligen Chef Gordon Moore dazu riet, die DRAM-Sparte abzustoßen und sich voll auf die Entwicklung sowie Fertigung von CPUs zu konzentrieren.

Nachtrag vom 3. März 2022, 12:50 Uhr

Intel hat per Statement mitgeteilt, dass man "weiterhin eng mit Kunden und Partnern an Memory/Storage-Lösungen, inklusive Optane 300 für Sapphire Rapids" arbeite. Zudem soll das eigene Ökosystem für Speichererweiterungen via CXL vorbereitet werden.

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mgutt 06. Mär 2022

PS Mit der 10ten Gen hat Intel den ECC Support auch bei Pentium Gold und i3 gestrichen...

Sharra 01. Mär 2022

Man könnte sagen, es lag vor allem an Intels grenzenloser Arroganz. Für Homeuser war das...

ms (Golem.de) 01. Mär 2022

HBM wird Samsung usw eingekauft.



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