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HPEs The Machine
HPEs The Machine (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Persistent Memory: HPEs The Machine bleibt offen für Intels 3D XPoint

HPEs The Machine
HPEs The Machine (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Noch arbeitet HPEs Forschungsprojekt für eine neue Computerarchitektur, The Machine, mit schnödem DDR4-DRAM. Bisher war Flash Forwards ReRAM als nächster Schritt vorgesehen, aber auch Intel könne noch mitspielen, so HPE auf der Technikmesse in Hannover.

"Klar, wenn 3D XPoint verfügbar ist, sobald wir das hier zu einem Produkt machen können, werden wir es einsetzen", sagte HPE-Fellow Andrew Wheeler über sein Projekt The Machine und die künftige Speicherausstattung der neuartigen Computerarchitektur im Gespräch mit Golem.de auf der Cebit 2017.

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Entscheidend ist bei Wheelers Aussage das 'sobald'. Bisher, und das ändert sich auch auf dieser Cebit nicht, ist noch nicht abzusehen, dass aus dem mindestens seit 2014 vorangetriebenen Forschungsprojekt allzu bald kaufbare Hardware resultiert. Auch die schon länger bestehende Kooperation mit Flash Forward, die HPE mit Sandisk begonnen hatte, wird nun mit der neuen Muttergesellschaft des Flash-Herstellers, Western Digital, fortgeführt. Wheeler bemühte sich, die Wahl des Speichers für The Machine als möglichst agnostisch darzustellen.

  • Die Glasfasern im Kupfermantel laufen noch offen, nicht im Mainboard (Nico Ernst)
  • Gesamte RU mit SoC-Modul [vorne] und Speichermodul [hinten] (Nico Ernst)
  • HPEs The Machine (Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Vier Speichercontroller für je 1 TByte (Nico Ernst)
Vier Speichercontroller für je 1 TByte (Nico Ernst)

Für HPE und das Konzept der Maschine macht es auch keinen Unterschied, wie künftige Speichermodule arbeiten - nur ihre Inhalte sollten sie beim Abschalten oder bei Abstürzen behalten, und das tut das aktuell verbaute DDR4-DRAM eben nicht. Es scheint so, dass derjenige, der zuerst große Module mit 128 GByte oder mehr liefern kann, auch das erste Persistent Memory für The Machine stellen darf. Viel Speicher ist entscheidend, denn das untereinander und mit den CPUs und Beschleunigern optisch verbundene Memory ist der Clou am Konzept von The Machine. Es soll alle anderen Caches und Massenspeicher überflüssig machen und von jeder Recheneinheit direkt angesprochen werden können.

Bisher arbeitet eine Rack Unit (RU), grob vergleichbar mit einem üblichen 19-Zoll-Einschub, von The Machine mit 4 TByte DDR4-DRAM und einem nicht näher bezeichneten ARM-SoC, das als CPU dient. Auch da will HPE sich nicht auf eine Architektur beschränken: Allerdings sind weder AMD noch Intel dem Projekt bisher beigetreten. Durch den Verweis auf 3D XPoint, das auch bei Intel nur zögerlich vorankommt, könnte der Einstieg des Chipherstellers in die Entwicklung der Maschine vielleicht interessanter werden.

Dafür muss HPE aber noch etwas mehr als bisher tun, denn die öffentlich zugänglichen Informationen zu The Machine sind spärlich. Auch in Hannover zeigte das Unternehmen nur eine stromlose Rack Unit, kein lauffähiges System. Dies hatte HPE aber auf seiner hauseigenen Discover-Veranstaltung Ende 2016 getan - die Geräte sind also mehr als Prototypen. Auch die auf der Cebit ausgestellte RU wirkt nicht wie ein Labormuster, sondern wie fertige Hardware. HPE bezeichnet die gesamte Arbeit an The Machine aber weiterhin als Forschungsprojekt.


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