Perseverance: Nasa veröffentlicht erstmals Video einer Marslandung

Nach vier Tagen Datentransfer die Nasa ein dreiminütiges Video der Landung von Marsrover Perseverance gezeigt. Drei Kameras funktionierten, das Mikrofon nicht.

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Mehrere Kameras machten Aufnahmen der Landung.
Mehrere Kameras machten Aufnahmen der Landung. (Bild: Nasa / Screenshot (Golem.de))

Vier Tage nach der Landung von Marsrover Perseverance hat die Nasa bei einer Pressekonferenz ein Video der Landung veröffentlicht. Es zeigt die Öffnung des Fallschirms, den Abwurf des Hitzeschutzschildes, den Abstieg zur Marsoberfläche und das Landemanöver zum Absetzen des Rovers auf der Oberfläche.

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Der Download der Daten erforderte die Beteiligung von Mars Reconnaissance Orbiter, Mars Odyssey und des europäischen Exomars Trace Gas Orbiter (TGO) sowie der Kapazitäten der Bodenstationen. TGO soll einen großen Anteil der Daten übertragen haben. Die Vorgängermission Curiosity hatte nur eine Landekamera an Bord, die während der Landung vier Bilder pro Sekunde aufnahm.

Die Nasa interessierte dabei vor allem, wie der Staub und das Gestein von den Abgasstrahlen der acht Raketentriebwerke aufgewirbelt werden, mit denen die Kranplattform bei der Landung gehalten wird. Die Erkenntnisse daraus sind wichtig für die Landung noch größerer Nutzlasten als dem rund eine Tonne schweren Rover.

Bei der Landung auf Landebeinen, etwa bei der Sonde Phoenix, kommt das Raketentriebwerk der lockeren Oberfläche des Mars so nahe, dass dabei ein kleiner Krater unter der Sonde ausgehoben wird. Im Fall von Phoenix wurde dabei eine verdeckte Schicht von Wassereis freigelegt, bei noch größeren Landern würden herumfliegende Steine den Lander beschädigen.

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Bei der Landung mit dem Kran, die für den Rover Curiosity entwickelt und erfolgreich erprobt wurde, bleiben die Triebwerke in größerer Entfernung von der Oberfläche und verringern so das Problem. Dennoch sind auf dem Video eine große Staubwolke und herumfliegende Steine zu sehen.

Mars: Der rote Planet zum Greifen nah

Während der Landung sollten auch Tonaufnahmen mit einem Mikrofon gemacht werden, die aber durch technische Probleme nicht aufgezeichnet wurden. Ein zweites Mikrofon am Rover funktionierte hingegen und machte Aufnahmen einer Windböe. Es ist das erste funktionierende Mikrofon auf dem Mars.

Derzeit wird noch das Flug- und Landeprogramm des Rovers durch die Software für Bodenoperationen ersetzt. Anschließend sollen die Flugversuche der Helikopterdrohne stattfinden, und der Rover soll die geplante Untersuchung der Landestelle beginnen.

Im Umfeld der Mission, die ihr geplantes Budget um rund eine Milliarde US-Dollar überschritten hat, verdichten sich derweil Hinweise, dass der Politiker und ehemalige Astronaut Bill Nelson der Nasa-Administrator unter der neuen US-Regierung werden könnte. Er setzte sich in der Regierungszeit von Präsident Barack Obama maßgeblich für die SLS-Schwerlastrakete und gegen kommerzielle Raumfahrtanbieter ein. Der damals für 2017 geplante Erstflug der SLS steht noch immer aus.

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der_wahre_hannes 23. Feb 2021

Wann startet Mark Watney denn zu seinem Marsflug?

Benutztername12345 23. Feb 2021

Zu sehen, wie die Sonne den Fallschirm über einem anderen Planeten beleuchtet, zu sehen...

Ach 23. Feb 2021

Fühlt sich plötzlich wieder nach Mondlandung an, statt nach der eingefrorenen...

DasGuteA 23. Feb 2021

Hauptsache es piept nicht beim Öffnen der Heckklappe ...



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