Abo
  • Services:

Perfect Privacy: Polizei beschlagnahmt Server von VPN-Provider

Der VPN-Dienst Perfect Privacy wirbt mit absoluter Privatsphäre und verspricht, keine Kundeninformationen aufzuzeichnen. Die holländische Polizei war offenbar trotzdem am Inhalt der Server interessiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Anonyme Teilnehmer einer Demonstration.
Anonyme Teilnehmer einer Demonstration. (Bild: Vincent Diamante/CC-BY-SA 2.0)

Die niederländische Polizei hat mehrere Server des Dienstes Perfect Privacy beschlagnahmt, wie Torrentfreak berichtet. Dabei hat die Polizei offenbar den Dienst selbst gar nicht kontaktiert, sondern die Hardware direkt beim Hosting-Provider, der Firma I3D beschlagnahmt.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Die Beschlagnahmung erfolgte bereits am 24 August, wurde aber erst jetzt einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Server standen in der niederländischen Stadt Rotterdam, das Unternehmen unterhält weitere Serverstandorte, die nicht betroffen sind.

Nutzer sollen sich nach Angaben von Perfect Privacy keine Sorgen machen, das vertrauliche Informationen der Polizei bekannt werden: "Da keinerlei Daten geloggt werden, besteht derzeit kein Grund zur Annahme, dass Nutzerdaten kompromittiert sind", heißt es in einem Blogbeitrag des Unternehmens.

Keine Informationen über den Grund der Beschlagnahmung

Perfect Privacy schreibt, dass die Polizei sich direkt an den Hoster gewendet hat. Man habe daher keinerlei Informationen über den Grund der Beschlagnahmung. Der Hoster habe direkt Bescheid gesagt und auch kurzfristig für Ersatz gesorgt, so dass der Standort Rotterdam mittlerweile wieder vollumfänglich in Betrieb ist.

Das Unternehmen verwendet nach eigener Angabe "Ram-Server", es gibt also keine statischen Speichermedien in den Geräten. Wird der Strom abgeschaltet können Daten, wenn überhaupt, nur unter großem Aufwand wiederhergestellt werden. Da aber ohnehin keine Aufzeichnung der Nutzeraktivitäten erfolgt, dürfte die Beschlagnahmung der Geräte nicht zu nennenswerten Ermittlungserfolgen führen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Hanns78 15. Sep 2017

Ich bin auch auf der Suche nach einem VPN-Anbieter, der wirklich nichts mitloggt. Habe...

My1 16. Sep 2016

aber n richter kann doch auch nicht grundlos so n teil ausstellen oder?

tingelchen 07. Sep 2016

Was jedoch Standard bei DRAM ist :) Der Speicher brauch Refresh Zyklen damit der...

derh0ns 06. Sep 2016

Bringt durch PFS auch nix.

gadthrawn 06. Sep 2016

Hm.. kann es einfach sein, dass sie über die Server Zutritt zu dem Netz des VPN...


Folgen Sie uns
       


Samsung Micro-LED-TV angesehen (CES 2019)

Micro-LEDs könnten dank Samsungs neuem 75-Zoll-Fernseher bald auch ihren Weg in heimische Wohnzimmer finden. Der neue TV hat ein sehr scharfes und helles Bild - einen Preis hat Samsung aber noch nicht bekanntgegeben.

Samsung Micro-LED-TV angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Europäische Netzpolitik: Schlimmer geht's immer
Europäische Netzpolitik
Schlimmer geht's immer

Lobbyeinfluss, Endlosdebatten und Blockaden: Die EU hat in den vergangenen Jahren in der Netzpolitik nur wenige gute Ergebnisse erzielt. Nach der Europawahl im Mai gibt es noch viele Herausforderungen für einen digitalen Binnenmarkt.
Eine Analyse von Friedhelm Greis


    IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
    IT-Jobs
    Ein Jahr als Freelancer

    Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
    Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

    1. Agilität Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
    2. Studie Wo Frauen in der IT gut verdienen
    3. Freiberuflichkeit Bin ich zum Freelancer im IT-Business geeignet?

    Datenleak: Die Fehler, die 0rbit überführten
    Datenleak
    Die Fehler, die 0rbit überführten

    Er ließ sich bei einem Hack erwischen, vermischte seine Pseudonyme und redete zu viel - Johannes S. hinterließ viele Spuren. Trotzdem brauchte die Polizei offenbar einen Hinweisgeber, um ihn als mutmaßlichen Täter im Politiker-Hack zu überführen.

    1. Datenleak Bundestagsabgeordnete sind Zwei-Faktor-Muffel
    2. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
    3. IT-Sicherheit 12 Lehren aus dem Politiker-Hack

      •  /