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Perceptor: Spezielle Sonden sollen Geo-Satelliten im Auge behalten

Satelliten hoch über der Erde könnten bald weniger Versteckmöglichkeiten haben. Eine US-Firma will dafür eine Flotte von kleinen Geo-Satelliten bauen.
/ Patrick Klapetz
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Illustration des Perceptor-Satelliten von Astranis (Bild: Astranis)
Illustration des Perceptor-Satelliten von Astranis Bild: Astranis

Das in San Francisco ansässige Unternehmen Astranis entwickelt eine Raumfahrserie namens Perceptor(öffnet im neuen Fenster), um die Aktivitäten von Satelliten in der geostationären Umlaufbahn (Geo) im Auge zu behalten.

Die geostationäre Umlaufbahn befindet sich in einer Höhe von 35.786 Kilometern über der Erdoberfläche, und die Umlaufgeschwindigkeit der dortigen Objekte entspricht der Rotationsgeschwindigkeit unseres Planeten.

Deswegen werden dort Kommunikations-, Wetter- und Aufklärungsraumfahrzeuge platziert. Entsprechend ist dieser Ort auch zunehmend von Spionageakten und Luftkämpfen, sogenannten Dogfights, zwischen den Weltraummächten betroffen.

"Blinde Flecken" beseitigen

Astranis betreibt derzeit fünf Satelliten in dieser Umlaufbahn, die laut Unternehmensangaben(öffnet im neuen Fenster) "das US-Militär unterstützen, abgelegene Gebiete mit Internet verbinden und wichtige Funktionen wie GPS bereitstellen".

Das Unternehmen plant, dieses Know-how mit Perceptor zu nutzen und auszubauen, um der US-Regierung und anderen potenziellen Kunden dabei zu helfen, mehr darüber zu erfahren, was hoch über unseren Köpfen vor sich geht. Die neue Produktreihe wird auf der Microgeo-Satellitenplattform von Astranis basieren. Sie wird so genannt, weil sie kleiner als typische Geo-Satelliten ist.

"Es gibt blinde Flecken, die gegen uns ausgenutzt werden, wenn sie nicht beseitigt, werden", teilte Astranis-CEO John Gedmark mit. Die Perceptor-Raumfahrzeuge werden mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet sein, die es ihnen ermöglichen, andere Satelliten und ihre weitere Geo-Umgebung zu erfassen.

Was die Perceptor-Raumfahrzeuge können

Jedes Perceptor-Raumfahrzeug soll hochmanövrierfähig sein, mithilfe eines Elektroantriebs den gesamten Geo-Bereich durchqueren und sich während seiner Missionsdauer Dutzende Male neu positionieren. Anhand von Vorbeiflügen aus verschiedenen Blickwinkeln können die Fähigkeiten anderer Raumfahrzeuge bewertet werden.

Die Technologie kann laut Unternehmen auch bei der Fehlerbehebung bei eigenen Raumfahrzeugen helfen und zusätzliche Beobachtungsmöglichkeiten in einem Bereich bieten, in dem die Übersicht bisher begrenzt war.

Spionage im Weltraum

Spionageaktivitäten im Weltraum von Nationen wie den USA, Russland oder China sind längst Realität. Die Weltraumstreitmacht U.S. Space Force teilte bereits 2020 mit(öffnet im neuen Fenster), dass sich zwei russische Raumfahrzeuge bis auf 160 Kilometer an einen US-Spionagesatelliten angenähert hätten.

2023 untersuchte der chinesische TJS-3-Satellit(öffnet im neuen Fenster) die beiden wahrscheinlichen Spionagesatelliten USA-233 und USA-298 genauer. Der Bedarf an Raumfahrzeugen wie Perceptor ist damit vorhanden, einen Zeitpunkt für den Start der ersten Perceptor-Missionen nannte Astranis bisher nicht.


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