Perception: Blind durchs Horrorhaus

Die junge Frau Cassie ist blind, und sie träumt seit Monaten immer wieder von einem Haus. Also recherchiert sie, findet es in Gloucester (US-Staat Massachusetts) und reist hin – und stellt dann fest, dass ein böser Geist sein Unwesen in dem Anwesen treibt. Das ist die Ausgangslage von Perception, einem auf der Unreal Engine basierenden Action-Adventure ehemaliger Bioshock-Entwickler, die sich zu einem neuen Team namens The Deep End Games(öffnet im neuen Fenster) zusammengeschlossen haben.

Das Studio versucht, über Kickstarter mindestens 150.000 US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) für sein Projekt zu sammeln – derzeit erscheint es sehr wahrscheinlich, dass das klappt. Perception soll dann im Juni 2016 fertig werden. Es soll für Windows-PC erscheinen, das erste Stretch Goal sind Versionen für Linux und OS X beim Erreichen von 175.000 US-Dollar, was ebenfalls machbar sein dürfte.
Eine Besonderheit ist die Art, wie Perception dem Spieler die Orientierung erlaubt. Cassie macht das mittels Echoortung(öffnet im neuen Fenster) , was einige blinde Menschen tatsächlich beherrschen. Vereinfacht gesagt nutzen sie Schallwellen – sowohl aus der Umgebung, als auch aktiv etwa durch Klickgeräusche selbst hervorgerufene -, um sich räumlich zu orientieren. Perception setzt das für sehende Spieler durch eine einfache, nur ein paar Meter weit reichende grafische Darstellung des Hauses um.
Ein Problem der Protagonistin: Um sich zurechtzufinden, muss sie Geräusche machen – just die locken aber den bösen Geist und andere Gefahren herbei. Im Notfall muss sie ausweichen, flüchten, sich verstecken, mit Gegenständen werfen oder für Ablenkungsgeräusche sorgen. Beim Lösen von Rätseln soll außerdem ihr Smartphone eine größere Rolle spielen. Cassie ist nicht nur in der Gegenwart unterwegs, sondern reist bei ihrem Abenteuer auch durch die Zeit und lernt das Haus in früheren Epochen kennen.