Per FPGA: Hardwarebasierter Zork-Interpreter

Die Liste der Systeme, auf denen Infocoms Interpreter für Textadventures läuft, ist um einen Eintrag länger. In Form eines FPGA gibt es den Interpreter nun auch auf einem Microchip.

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Der Aufbau für den Zork-Interpreter in Hardware
Der Aufbau für den Zork-Interpreter in Hardware (Bild: Charles Cole/Youtube)

Die Zork-Reihe von Infocom war in den 80er Jahren populär und legte die Grundlage für das Adventure-Spielgenre - auch wenn sie damals allein auf Textbeschreibungen und manuelle Befehlseingaben aufbaute, die Grafik entstand allein in der Vorstellung des Spielers.

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Technisch setzten die Spiele auf die Z-Machine - eine frühe Form einer virtuellen Maschine. Dadurch musste sich der Spieleprogrammierer nicht um die Hardwaredetails kümmern. Da damals sehr hardwarenah programmiert wurde, war das eine enorme Erleichterung und erlaubte eine einfachere Portierung der Spiele auf eine Vielzahl von Plattformen. Da die Z-Machine und ihre Funktionsweise sehr gut dokumentiert sind, wird sie immer wieder auf aktuellen, aber auch manch exotischen Systemen implementiert.

Charlie Cole implementierte die Z-Machine mit Hilfe der Hardware-Beschreibungssprache Verilog auf einem FPGA. Sein gesamtes System besteht dabei aus einem preiswerten Altera-Cyclone-II-EP2C5-Entwicklerboard, das den mit 10 MHz getakteten FPGA beinhaltet, einem kleinen, berührungsempfindlichen LC-Display, 512 KByte RAM und 128 KByte Flash-Speicher. Die Performance des Systems soll laut Cole der eines Atari ST entsprechen.

Mit der Implementierung sollen sich alle Infocom-Textadventures aus der Zeit von 1982 bis 1987 spielen lassen. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Mangels eines entsprechenden Permanentspeichers gibt es keine Möglichkeit, einen Spielstand zu speichern oder zu laden.

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Der Aufbau für den Zork-Interpreter in Hardware (Charles Cole/Youtube)
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Es war nicht die erste Portierung der Z-Machine durch Charlie Cole. Er hat bereits 2011 die virtuelle Maschine auf einem Livescribe installiert und als App verfügbar gemacht. Dabei muss der Spieler die Befehlseingaben tatsächlich handschriftlich auf ein Blatt Papier schreiben.

Wer einen anderen Ansatz sucht, Zork mit so wenig Hardware wie möglich zu spielen, kann das auch mit einem Arduino und einem Fernseher tun. Auch dafür gibt es eine Portierung.

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