Per Dekret: Trump will Quantencomputer bis zum Jahr 2028 realisieren
US-Präsident Donald Trump hat am 22. Juni 2026 zwei Präsidialdekrete unterzeichnet, deren Ziel es ist, die Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer zu beschleunigen und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Die erste Anordnung(öffnet im neuen Fenster) weist mehrere US-Bundesbehörden dazu an, gemeinsam mit der Privatwirtschaft und Wissenschaftlern daran zu arbeiten, bis zum Jahr 2028 einen Quantencomputer bereitzustellen, der genug Leistung für wissenschaftliche Forschungsarbeiten liefern kann.
Im zweiten Dekret(öffnet im neuen Fenster) werden Behörden und staatliche Sicherheitsexperten dazu angewiesen, sich auf Quantensysteme vorzubereiten, die gängige Verschlüsselungssysteme schneller umgehen können als herkömmliche Computer. Bis zum Jahr 2031 sollen daher Sicherheitssysteme entwickelt werden, die quantenbasierten Hackerangriffen standhalten.
Fördermittel an Start-ups und Großkonzerne
Das US-Handelsministerium vergibt Fördermittel in Milliardenhöhe an Start-ups und Konzerne, wie IBM, Google und Microsoft, die stark in den Bereich der Quantentechnologie investieren. Die beiden neuen Dekrete bauen auf Anweisungen auf, die zum Teil bis in Trumps erste Amtszeit zurückreichen.
Bis zum Jahr 2028 ein Quantensystem für die wissenschaftliche Forschung zu realisieren, gilt als ehrgeiziges Ziel. In der Anordnung wird zudem das US-Energieministerium, welches umfangreiche Quantenforschung betreibt, dazu angewiesen, die technischen Spezifikationen zu ermitteln, mit denen die Erreichung des Ziels gemessen werden kann.
Die Forschung an Quantensystemen hat das langfristige Ziel, Computer zu realisieren, die herkömmlichen Systemen überlegen sind. Zu den Problemen, die es dabei zu bewältigen gilt, gehören unter anderem die Anzahl der Qubits in einem System und deren Fehleranfälligkeit. Eine zu hohe Fehlerrate macht die berechneten Daten unbrauchbar.
Durch die Optimierung von Algorithmen gelang es Forschern von Google allerdings, die theoretische Anzahl der zur Entschlüsselung notwendigen Qubits von mehreren Millionen auf eine niedrige vierstellige Zahl zu senken. Auch will das US-amerikanische Unternehmen Quera bis zum Jahr 2028 eine eigene Hardware realisieren, die 256 logische Qubits mit einer sehr niedrigen Fehlerrate für praktische Anwendungen bereitstellt.
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