Pentium G3420: Intel verkauft 22-nm-Prozessor von 2013 wieder

Die 14-nm-Knappheit bei Intel wird obskur: Der Hersteller hat den Pentium G3420 von 2013 erneut ins Angebot aufgenommen. Der 22-nm-Haswell-Chip ist eigentlich längst ausgelaufen, wird aber reanimiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Ausschnitt einer Packung eines Pentium von 2013
Ausschnitt einer Packung eines Pentium von 2013 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Nachdem Intel erst vor wenigen Tagen von Lieferproblemen bei 14-nm-Prozessoren gewarnt hatte, versucht sich der Hersteller an einen ungewöhnlichen Lösungsansatz: Per Product Change Notification (PDF) hat Intel die Rückkehr des Pentium G3420 angekündigt. Dahinter verbirgt sich ein zweikerniger Haswell-Chip von 2013, der noch im alten 22-nm-Verfahren produziert wird. Eigentlich wurde dessen Fertigung schon vor Jahren eingestellt, allerdings mangelt es gerade im Billigsegment unter 100 Euro an CPUs.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter Datenmanagement Netz (m/w/d)
    WEMAG Netz GmbH, Schwerin
  2. IT-Infrastruktur-Systembetre- uer (m/w/d)
    Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch
Detailsuche

Als Dualcore ohne Hyperthreading mit 3,2 GHz und veralteter Architektur ist der Pentium G3420 zwar langsamer als ein aktueller Celeron G4920, die Differenzen sind jedoch überschaubar. Der kostet 45 Euro, was eigentlich der Preis für einen Pentium sein sollte. Der G5400 aber beispielsweise liegt derzeit aufgrund der 14-nm-Knappheit bei fast 60 Euro, bald könnte er wieder bei 75 bis 80 Euro liegen - wie schon vor einem Jahr.

Hintergrund der Lieferprobleme ist, dass Intel eigentlich schon längst all seine Desktop-, Notebook- und Server-Prozessoren auf 10 nm umgestellt haben wollte. Stattdessen hängt der Hersteller bis auf einige wenige Ultrabook-Chips bei 14 nm, wobei mittlerweile auch viele Chipsätze und Modems mit diesem Node gefertigt werden. Zugunsten des Umsatzes und Marge priorisiert Intel daher die teuren Xeon-CPUs, was zulasten der Billigmodelle - sprich Celeron und Pentium - geht.

Allzu viel Entspannung dürfte der Pentium G3420 nicht bringen, da es sich nur um eine SKU handelt, die ursprünglich auch den älteren Sockel LGA 1150 statt LGA 1151 v2 und DDR3- statt DDR4-Speicher benötigt. Fraglich ist, ob Intel schlicht die noch laufende Embedded-Produktion ausweitet oder den Pentium G3420 gar an aktuelle Platinen anpasst, was aufgrund der integrierten Spannungsregler wohl nicht passieren wird.

Nachtrag vom 12. Dezember 2019, 13:03 Uhr

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

In einer weiteren PCN rudert Intel zurück und sagt, der Pentium G3420 sei ein IOTG-Design mit erweiterter Unterstützung und es hätte keine Roadmap-Änderung gegeben. Im Dokument steht aber auch, dass unter Umständen generell eine Fertigung von Chips mit älteren Nodes bei Bedarf umsetzbar sei.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gesetz tritt in Kraft
Die Uploadfilter sind da

Ab sofort haften große Plattformen für die Uploads ihrer Nutzer. Zu mehr Lizenzvereinbarungen hat das bei der Gema noch nicht geführt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Gesetz tritt in Kraft: Die Uploadfilter sind da
Artikel
  1. Mercedes-Benz: Daimler rechnet mit Abbau von Arbeitsplätzen durch E-Autos
    Mercedes-Benz
    Daimler rechnet mit Abbau von Arbeitsplätzen durch E-Autos

    Mehr Elektroautos bei Daimler bedeuten nach Ansicht der Chefetage weniger Arbeitsplätze. Grund sei der einfachere Einbau eines Elektromotors.

  2. VW, BMW, Daimler: Jedes sechste Elektroauto ist von deutschem Hersteller
    VW, BMW, Daimler
    Jedes sechste Elektroauto ist von deutschem Hersteller

    Das Elektroauto gewinnt an Fahrt bei den deutschen Herstellern und Autokäufern. Bei Angebot und Nachfrage dominiert China.

  3. Sicherheitslücken: Zoom zahlt 85 Millionen US-Dollar an Kunden
    Sicherheitslücken
    Zoom zahlt 85 Millionen US-Dollar an Kunden

    Zoom soll Kunden mit falschen Sicherheitsversprechen in die Irre geführt und Daten mit Facebook ausgetauscht haben.

Quantium40 09. Dez 2019

Als G3420-Käufer kommen sowieso nur Leute in betracht, die ein passendes Board und...

bauernjunges 09. Dez 2019

Da kann ich nur marcelpape zustimmen. Mehr Leistung bei AMD zum gleichen Preis und...

elgooG 09. Dez 2019

Eigentlich ist es eine reine Glückssache ob man die Microcode-Updates bekommt. Dazu...

Sharra 09. Dez 2019

Die Boards werden lagernd verkauft und fangen ab 25¤ an. Das ist also definitiv nicht das...

DX12forWin311 09. Dez 2019

Intel baut außerdem keine Boards mehr. ;)



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Acer XB323UGP (WQHD, 170Hz) 580,43€ • Acer XV340CKP (UWQHD, 144 Hz) 465,78€ • Razer BlackShark V2 + Base Station V2 Chroma 94,98€ • Mega-Marken-Sparen bei MM • Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten • Alternate (u. a. AKRacing Core EX-Wide SE 248,99€) • Fallout 4 GOTY 9,99€ [Werbung]
    •  /