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Pentagon: Ufo-Akten zu Apollo veröffentlicht

In den Ufo-Akten der USA befinden sich auch Aufnahmen, die während der Apollo-Missionen entstanden. Neue Erkenntnisse bringen sie jedoch nicht.
/ Patrick Klapetz
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Drei Punkte, die während der Apollo-17-Mondmission der NASA im Dezember 1972 aufgenommen wurden (Bild: NASA/DoD)
Drei Punkte, die während der Apollo-17-Mondmission der NASA im Dezember 1972 aufgenommen wurden Bild: NASA/DoD

Dazu gehören auch Unterlagen zum Apollo-Mondprogramm der USA, in denen unter anderem Beobachtungen während der Apollo-11-Mission im Jahr 1969 vermerkt sind.

Die Ufo-Sichtungen während Apollo

Das ältere Material umfasst 14 Akten, die mit dem astronautischen Programm der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa zusammenhängen:

  • Zwei Akten beschäftigen sich mit Sichtungen während der Gemini-7-Mission in die Erdumlaufbahn im Dezember 1965;
  • eine befasst sich mit Sichtungen während der Apollo-11-Mondlandung im Juli 1969;
  • sechs stehen im Zusammenhang mit Apollo 12 im November 1969;
  • vier entstanden während Apollo 17 im Dezember 1972;
  • eine beschäftigt sich mit Sichtungen auf den Flügen zur Raumstation Skylab in den Jahren 1973 und 1974.

Die Apollo-11-Akte ist ein technisches Crew-Debriefing, in dem die Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins einige Beobachtungen während ihrer historischen Mission besprechen. Aldrin gab beispielsweise an, er habe "etwas gesehen, das ich für kleine Blitze im Inneren der Kabine hielt", ein Phänomen, das er auf "eine Art Durchdringung" oder vielleicht auf statische Elektrizität zurückführte.

Es gibt auch Nachbesprechungen der Besatzungen von Apollo 17 und Skylab sowie weitere Transkripte und Audioausschnitte von Gemini 7, Apollo 12 und Apollo 17. Die Dokumente enthalten zudem Fotos, die während der beiden letztgenannten Missionen auf der Mondoberfläche aufgenommen wurden, wobei das Pentagon einige auffällige Merkmale hervorhebt.

Keine neuen Erkenntnisse

So zeige ein Foto von Apollo 17 "drei Punkte in einer dreieckigen Formation im unteren rechten Quadranten des Mondhimmels, die bei Vergrößerung des Bildes deutlich sichtbar sind", heißt es in der Beschreibung. Ein anderes, während Apollo 12 aufgenommenes Foto "zeigt fünf hervorgehobene Bereiche von Interesse, die als Bereich 1 bis Bereich 5 über dem Horizont gekennzeichnet sind und in denen nicht identifizierte Phänomene sichtbar sind".

Diese alten Bilder standen bisher allerdings nicht unter Verschluss. "Jedes einzelne heute veröffentlichte Bild von Apollo ist lediglich mit gelben Kästchen versehen, die zu Bildern hinzugefügt wurden, die ansonsten schon seit einem halben Jahrhundert öffentlich zugänglich sind", teilte der Astrophysiker Grant Tremblay am 8. Mai auf X mit(öffnet im neuen Fenster).

Keine fliegenden Untertassen: UAP statt Ufo

Die US-Regierung bevorzugt statt des Begriffs Ufo seit einiger Zeit die Abkürzung UAP (Unidentified Anomalous Phenomena, deutsch: unidentifizierte anomale Phänomene). Dabei kann es sich auch um ganz gewöhnliche Objekte handeln, wie etwa einen Gegenstand, der später als durch die Luft fliegende Plastiktüte identifiziert wurde.

Es gibt jedoch Phänomene, die nicht so leicht erklärt werden können, etwa einen "deformierten und ungleichmäßigen Ball aus weißem Licht", der im Oktober 2024 über Syrien beobachtet wurde. Ebenfalls 2024 vermerkten die Unterlagen ohne Ortsangabe einen kleinen, hellen Punkt, der durch ein Feld mit Windrädern schwebte.

Auch hierfür kommen irdische Erklärungen infrage, etwa Drohnen, Ballons oder nicht näher definierte ausländische Technologien. Da es jedoch keine 100-prozentige wissenschaftliche Bestimmung gibt, werden solche Sichtungen als UAP eingeordnet.

Im Fall der Apollo-Akten können die meisten Fotos auch im Project Apollo Archive(öffnet im neuen Fenster) auf Flickr eingesehen werden. Astrophysiker Tremblay erklärte, eine Durchsicht werde zeigen, dass viele Apollo-Bilder Filmfehler aufwiesen(öffnet im neuen Fenster), was letztendlich die Antwort auf die vermeintlichen Mond-Ufos sein könnte.


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