Pentagon: 143 nicht identifizierte Flugobjekte und ein Ballon

Mitarbeiter des Pentagons haben am 25. Juni 2021 einen von der Öffentlichkeit mit Spannung erwarteten Bericht(öffnet im neuen Fenster) an den US-Kongress veröffentlicht, in dem es um Beobachtungen unbekannter Flugobjekte geht. Insgesamt wurden 144 mehr oder weniger nicht erklärbare Sichtungen näher untersucht.
Nur in einem Fall fanden die Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums eine sehr irdische Erklärung: Es habe sich um einen großen, sich leerenden Ballon gehandelt.
In den anderen 143 Fällen sei unklar, was dahintersteckt. Es gibt ausdrücklich keine Hinweise darauf, dass die Flugobjekte von außerirdischen Zivilisationen stammen.
Die Untersuchungen ergaben nach Angaben des Pentagons, dass bei der Mehrheit der Sichtungen tatsächlich irgendetwas Reales beobachtet wurde. Es soll sich also nicht nur um Sensorartefakte, merkwürdige Lichteffekte oder Einbildung handeln.
In 80 Fällen seien Daten von mehreren Erfassungssystemen aufgezeichnet worden, heißt es in dem Bericht. Es habe elf Fälle gegeben, in denen Piloten beinahe mit den unbekannten Objekten kollidiert wären. In 18 Fällen seien ungewöhnliche Bewegungsmuster oder Flugeigenschaften beobachtet worden.
Keine Hinweise auf den Erstkontakt
Die Mehrzahl der Sichtungen sei in der Nähe von Einrichtungen der Streitkräfte verzeichnet worden. Grund könne aber schlicht sein, dass es dort besondere technische Möglichkeiten zum Erfassen von Daten und viele Flugbewegungen gebe.
Der Pentagon-Bericht enthält neben diesen Angaben auch einen geheimen Anhang, über den bislang nichts durchgesickert zu sein scheint. Die Militärs kündigten weitere Untersuchungen an. Offiziell werden die Flugobjekte übrigens nicht mehr als unidentifizierte Flugobjekte (Ufo) bezeichnet, sondern als Unidentified Aerial Phenomena (UAP).
Für die UAP könnte es eine Reihe von Erklärungen geben: Infrage kommen Naturphänomene, technisch fortschrittliche Drohnen oder Hyperschallfluggeräte etwa von russischen oder chinesischen Spionageeinrichtungen sowie Sinnestäuschungen – oder eben außerirdische Mächte, die sich für die Vorgänge auf unserem Planeten interessieren.



