Pelagor: Bodeneffekt-Transportflugzeug braucht keinen Flughafen
Charles Bombardier hat das Konzept eines Bodeneffekt-Transportflugzeugs(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, das von den sowjetischen und russischen Ekranoplan inspiriert wurde. Das Fluggerät bewegt sich in sehr geringer Höhe über Wasser, um den Bodeneffekt auszunutzen. Die Tragflügel erfahren in Bodennähe durch ihre Umströmung einen zusätzlichen dynamischen Auftrieb.
Die sowjetische Marine entwickelte in den 60er Jahren teilweise sehr große Bodeneffektfahrzeuge(öffnet im neuen Fenster) , die auch als mobile Raketenabschussplattformen und als amphibische Angriffsflugzeuge konzipiert wurden. Das maximale Fluggewicht des größten dieser Bodeneffektflugzeuge war mit 540 Tonnen deutlich höher als das des Pelagor. Die Ekranoplan wurden für Flughöhen zwischen 4 und 14 Metern gebaut.
Charles Bombardiers Pelagor soll friedlichen Zwecken dienen und große Lasten zu abgelegenen Orten ohne Flughäfen transportieren. Einen Entwurf des Pelagor hat Wired veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Ein 40-Fuß-Standardcontainer soll von dem Luftfahrzeug transportiert werden, das mit einem herkömmlichen Turbinenstrahltriebwerk angetrieben wird. Außerdem sollen 40 Propeller von Elektromotoren angetrieben werden, die das Flugzeug vorantreiben. Das erinnert an das Konzeptflugzeug Sceptor/Leaptech der Nasa . Dort werden 18 Propeller eingesetzt. Tests zeigten, dass an einer Tragfläche mit 18 Propellern bei niedrigen Geschwindigkeiten mehr als doppelt so viel Auftrieb erzeugt wurde als bei herkömmlichen Systemen.
Der Container soll durch eine hydraulische Winde in das Flugzeug gezogen werden. Das Entladen dürfte ähnlich mühselig geschehen. In Notfall soll der Container abgeworfen werden können.
Derzeit handelt es sich beim Pelagor noch um ein Konzept. Ob es jemals realisiert wird, ist nicht absehbar.
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