Abo
  • Services:

Pegasus-Spionagesoftware: Apple patcht auch OS X und Safari

Der Pegasus-Exploit wurde offenbar auch für OS X entwickelt. Apple hat die Lücke mit einem aktuellen Patch geschlossen. Die Bedrohung für normale Nutzer dürfte sich aber in Grenzen halten.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Fabelwesen Pegasus auf einer Vase
Das Fabelwesen Pegasus auf einer Vase (Bild: Bibi Saint-Pol)

Apple hat Sicherheitslücken in OS X und Safari gepatcht, die im Rahmen der Untersuchungen zur Pegasus-Sicherheitslücke vom Citizen Lab der Universität Toronto und der Sicherheitsfirma Lookout gemeldet wurden. In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen entsprechende Sicherheitsupdates für iOS herausgegeben.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Die Patches sind verfügbar für OS X Yosemite (Version 10.10.5) und OS X El Capitan (Version 10.11.6). Es handelt sich um einen Fehler im Kernelspeicher. Anwendungen sollen in der Lage sein, Inhalte des Kernelspeichers herauszugeben. Das Problem wurde durch verbesserte Input-Sanitizer behoben. Es wurde die Nummer CVE-2016-4655 vergeben.

Der zweite Fehler ermöglicht die Ausführung beliebigen Codes mit Kernel-Privilegien. Dieser Fehler soll durch eine verbesserte Speicherverwaltung behoben worden sein und wurde mit der CVE-2016-4656 versehen.

Sicherheitslücke wird an Staatshacker verkauft

Die Sicherheitslücke wurde durch eine Spionagesoftware der israelischen Sicherheitsfirma NSO ausgenutzt. Diese wird, wie ähnliche Software von Unternehmen wie Hacking Team oder Finfisher, an Regierungen und Polizeibehörden verkauft. Die Gründer der NSO-Group arbeiten neben der Entwicklung von Trojanern auch an einem sicherheitsoptimierten Android-System mit dem Namen Kaymera, wie Forbes berichtet. Beide Geschäftsbereiche sind angeblich streng voneinander getrennt.

Auch wenn es natürlich möglich ist, dass weitere Personen die Sicherheitslücken ebenfalls gefunden haben, ist nicht zu erwarten, dass die Fehler eine große Bedrohung für normale Nutzer darstellen.

Citizen Lab hatte enthüllt, dass der Exploit gezielt gegen den Menschenrechtsaktivisten Ahmed Mansoor eingesetzt wurde. Regierungen im Nahen und Mittleren Osten gehören zu den größten Kunden von Überwachungstechnologielösungen.

Stefan Esser von der Sicherheitsfirma Sektion Eins kritisiert in einem Blogpost, dass kaum Details zu den geschlossenen Sicherheitslücken veröffentlicht wurden, er hat sich daher selbst auf die Suche nach den konkreten Verwundbarkeiten begeben.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 149,90€ + Versand (im Preisvergleich ab 184,95€)
  2. 1.299,00€
  3. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)

Folgen Sie uns
       


Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test

Zu oft stolpert Golem.de beim Spielen über nervende Kabel. Deshalb testen wir vier Headsets, die auf Kabel verzichten, aber sehr unterschiedlich sind. Von vibrierenden Motoren bis zu ungewöhnlich gutem Sound ist alles dabei. Wir haben auch einen Favoriten.

Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test Video aufrufen
IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek

  1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

    •  /