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Peering: Telekom will am DE-CIX peeren

Die Telekom will den DE-CIX nutzen. Das Datenvolumen könne sich so verzwanzigfachen. Dort greift der BND auf die Daten zu und tauscht sie mit der NSA.
/ Achim Sawall
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Nicht nur am DE-CIX können Geheimdienste den Frankfurter Internetknoten abhören. (Bild: De-cix.net)
Nicht nur am DE-CIX können Geheimdienste den Frankfurter Internetknoten abhören. Bild: De-cix.net

Die Deutsche Telekom will Peering am Frankfurter Internetknoten (DE-CIX) betreiben. Das berichtet die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf das Unternehmen und den DE-CIX-Betreiber Eco (Verband der deutschen Internetwirtschaft). "Uns geht es um mehr Sicherheit für Internetnutzer" , sagte Telekom-Datenschutz-Vorstand Thomas Kremer der Wirtschaftswoche.

Dafür müsse gewährleistet sein, dass Daten auf möglichst kurzen Strecken vom Sender zum Empfänger gelangen. Durch die Beteiligung der Telekom am DE-CIX könne sich das Datenvolumen verzwanzigfachen.

Eco-Geschäftsführer Harald Summa sagte: "Der DE-CIX wird aufgewertet. " 1995 in Betrieb genommen, ist der DE-CIX heute der Internet Exchange (IX) mit dem höchsten Datendurchsatz weltweit. Einen neuen Übertragungsrekord von 3,8 TBit pro Sekunde hatte der DE-CIX im Januar 2015.

Doch die Telekom hat mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) bei der Überwachung von ausländischem Telefonverkehr bei der Operation Eikonal/Transit kooperiert . Der Auslandsgeheimdienst sammelt in großem Stil Metadaten und liefert sie an die NSA.

Auch wenn die Telekom bisher nicht am DE-CIX peert, war sie dennoch bereits in Frankfurt sehr präsent. Die Telekom-Tochter International Carrier Sales & Solutions (ICSS) listet auf ihrer Website neun Standorte in Frankfurt auf, wo sie Daten abholen kann. Laut Peeringdb.com bietet die Telekom bei Equinix, Interxion und Telecity privates Peering an. Nach Angaben des DE-CIX gibt es in Frankfurt schätzungsweise über 5.000 solcher Private Interconnects. Ein Telekom-Sprecher sagte im November 2014 auf Anfrage von Golem.de, dass das Unternehmen mehrere Rechenzentren in Frankfurt betreibe und dort auch mit den großen Backbone-Providern peere.


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