Peering: Netflix streamt mit 100 Gigabit nach Deutschland

Über den zweitgrößten Internetknoten Deutschlands, ECIX, ist Netflix für Provider verfügbar. Durch eine Kooperation der beiden Firmen können Netzbetreiber drei Jahre kostenlos eine direkte Anbindung an Netflix erhalten.

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Netflix-Gebäude in Los Gatos, Kalifornien
Netflix-Gebäude in Los Gatos, Kalifornien (Bild: AFP/Getty Images)

Mit zwei Ports von je 50 Gigabit pro Sekunde ist Netflix an den Internetknoten ECIX an dessen Standort in Düsseldorf angeschlossen. Dies gab die Peering GmbH bekannt, die mit dem "European Commercial Internet Exchange" den zweitgrößten deutschen Übergabepunkt nach dem DE-CIX betreibt. An diesem Knoten ist Netflix bisher nicht vertreten, wie das Unternehmen in seiner Liste der Peering-Standorte selbst angibt.

ECIX und Netflix haben, wie beide Unternehmen beschreiben, eine weitreichende Kooperation geschlossen, zu der es aber keine finanziellen Details gibt. Durch die Zusammenarbeit bietet der ECIX Providern an, einen Port zu Netflix mit bis zu 20 Gigabit pro Sekunde zu buchen, der ein Jahr lang nichts kostet. Weiterhin übernimmt der Netzwerkbetreiber auch die Arbeiten für eine andere Anbindung eines Providers an Netflix.

Dazu muss der Dienstanbieter aber ein Gerät von Netflix in seinem Netz installieren, das dann an einen Port beim ECIX angeschlossen wird. Provider, die nicht benannte Kriterien erfüllen, können diesen Port dann bis zu drei Jahre lang kostenlos nutzen - welche Bandbreiten darüber möglich sind, erklärten die Unternehmen bisher nicht. Es dürfte sich aber um höhere Datenraten als die 20 Gigabit für die allgemeinen Ports handeln, sonst würde sich der Aufwand wohl kaum lohnen. Als generelle Bedingung für sein Appliance im Providernetz nennt Netflix Datenraten über 4 Gigabit.

Dass Anbieter von Diensten mit besonders hohen Anforderungen an die Bandbreite in den Netzen von Providern eigene Geräte installieren, ist inzwischen üblich. Dadurch wird nicht nur das Routing vereinfacht, eine Verwaltung der Bandbreite und vor allem die Analyse der Auslastung wird dadurch vereinfacht.

Mit manchen Providern, darunter die Telekom und Vodafone, hatte Netflix schon zuvor direkte Kooperationen vereinbart. Dem Video-on-Demand-Anbieter ist offenbar daran gelegen, sich für schnelles Wachstum stets genügend Bandbreite und möglichst kurze Routen zu sichern. In den USA bezahlt Netflix nach langem Streit inzwischen alle vier großen Kabelnetzprovider für das Peering.

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Youssarian 21. Sep 2014

Doch. Alle. Sonntags um 20 Uhr. ;-) Ihr habt einen Satz in dem Artikel überlesen: "Mit...

Poison Nuke 19. Sep 2014

Für Interswitch-Verbindungen innerhalb von Racks und auch Rechenzentren ist es sehr...

Garius 18. Sep 2014

Allerdings. Und wenn man in Betracht zieht, welche Zustände mittlerweile beim...

Sinnfrei 17. Sep 2014

Nö, es wird auf manchen Seiten doppelt gezählt, wegen IPv4 und IPv6 ...



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