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Peeple: "Spitze im Job, aber im Bett ein Verlierer"

Persönliche Informationen über Menschen will die iOS-App Peeple vermarkten. Nach früherer, teils harscher Kritik haben die Macher ihr Konzept um Schutzmechanismen ergänzt - aber die lassen sich schon bald für einen US-Dollar aushebeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Peep stellt Peeple vor.
Peep stellt Peeple vor. (Bild: Peep)

Das kanadische Startup Peep hat seine im Vorfeld umstrittene App Peeple für iOS veröffentlicht - zumindest in den USA. Die Anwendung wurde im Herbst 2015 erstmals vorgestellt und hat in der US-Presse für heftige Diskussionen gesorgt, weil es darin um das Bewerten von Menschen geht. Auf diese Kritik haben die Macher ein Stück weit reagiert.

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Wichtigster Kritikpunkt damals: Die Mitglieder von Peeple hätten beliebige andere Menschen mit einer Bewertung versehen können, ohne dass diese sich hätten wehren können. Das ist nun ein Stück weit anders. Statt um Bewertungen geht es den Machern eher um Empfehlungen. Vor allem aber sollen diese nur nach ausdrücklicher Zustimmung der Betroffenen veröffentlicht werden.

Eine Empfehlung kann nur über jemanden verfasst werden, dessen Name aus Facebook mit dessen Zustimmung übernommen wurde. Peep will das mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung über eine SMS an die jeweilige Person sicherstellen.

Betroffene haben außerdem die Möglichkeit, jede Empfehlung über sich vor der Veröffentlichung zu lesen und sie freizugeben - oder eben nicht. Falls all das wie versprochen funktionieren sollte, wäre dagegen relativ wenig zu sagen.

Datenschutz für einen US-Dollar deaktivieren

Allerdings: Für April 2016 kündigt Peep eine Funktion an, die alle Sicherheitssysteme über den Haufen wirft. Sie trägt den Namen "Truth Licence" und soll rund einen US-Dollar im Monat kosten. Damit soll es möglich sein, "alles über eine Person zu lesen, was jemals über sie geschrieben wurde - unabhängig davon, ob es auf ihrer Profilseite veröffentlicht wurde oder nicht", so Peep in einer Pressemitteilung.

Dann können Abonnenten also in den Bereichen Arbeit, Persönliches und Liebesleben erst mal alles schreiben, was sie möchten - also auch Negatives. Einziger, minimaler Schutz ist, dass Autoren rechtlich etwa gegen unwahre oder herabwürdigende Kommentare vorgehen könnten. In der Praxis dürfte das allerdings kaum funktionieren.

Die Entwickler von Peeple betonen die Vorteile ihrer Anwendung. Für sie ist es eine Möglichkeit, beispielsweise vorab etwas über die Zuverlässigkeit eines Hundesitters zu erfahren. Nutzer wiederum sollen ihr Peeple-Profil auf anderen Netzwerken teilen können, um so Werbung für sich zu machen.

In Deutschland ist Peeple bislang nicht verfügbar, wegen der Gesetzeslage erscheint eine Veröffentlichung auch sehr unwahrscheinlich. Unter dem gleichen Namen ist im Appstore lediglich eine Foto-Sharing-App verfügbar, die mit Peep nichts zu tun hat.

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Horsty 09. Mär 2016

Menschen bewerten Menschen, indem sie online über diese Personen etwas von Dritten...

i<3Nerds 09. Mär 2016

Ich bin auch bereits auf völliges Unverständnis gestoßen, da ich als IT'ler mit meinem...

Tuxianer 08. Mär 2016

Wenn JEMAND, der einen fb-Account hat, der (zufällig und korrekt, weil der Mensch nun...

Bouncy 08. Mär 2016

:D

Bouncy 08. Mär 2016

Nein hieß es nicht, am Pranger gab es keine Bewertung und kein positives Feedback...


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