Pebble Smartwatch: E-Paper-Armbanduhr schlägt alle Rekorde auf Kickstarter

Das Interesse an Pebble(öffnet im neuen Fenster) ist weiterhin groß: Mehr als 3,3 Millionen US-Dollar an Geldzusagen haben die Entwickler mittlerweile über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter gesammelt. Und das obwohl die Finanzierungsphase erst in 31 Tagen abgeschlossen sein wird – und eigentlich nur 100.000 US-Dollar erbeten wurden.

Pebble ist damit schon jetzt das bisher erfolgreichste Kickstarterprojekt. Es löst das Adventureprojekt der Spielestudios Double Fine und 2 Player Productions ab, das zum Ende der Finanzierung auf 3.336.371 US-Dollar kam . Entsprechend steigt der Druck auf das Pebble-Team, das selbst überrascht von der Unterstützung(öffnet im neuen Fenster) ist und verspricht, "extrem hart" an der bestmöglichen Pebble zu arbeiten.
Schlicht, aber flexibel
Die Uhr wird wechselbare, auch selbst erstellbare digitale Ziffernblätter und verschiedene Pebble-eigene Apps bieten und mit Smartphone-Apps zusammenarbeiten. Pebble verbindet sich dazu über Bluetooth mit Smartphones und kann etwa auch zu deren Steuerung genutzt werden – über Knöpfe und eine Gestensteuerung mit dem integrierten Drei-Achsen-Beschleunigungssensor.










Pebble kann unter anderem als Vibrationsalarm für eingehende Anrufe, SMS, E-Mails und sonstige Nachrichten verwendet werden sowie an Termine erinnern. Außerdem kann Pebble darüber informieren, wenn bestimmte selbst festzulegende Zustände eintreten – dazu wird der Dienst If-this-then-that (Ifttt)(öffnet im neuen Fenster) unterstützt – etwa, wenn eine dringend erwartete Mail eintrifft, es einen Twitter-Retweet gibt oder ein Wetterdienst eine Wetteränderung oder Sturmwarnung vermeldet.
Stromsparende Smartwatch
Viel Platz für Informationen bietet das Display nicht: Es stellt 144 x 168 Pixel in Schwarz und Weiß dar. Dafür soll die smarte Armbanduhr durch ihr E-Paper-Display aber mindestens eine Woche mit einer Akkuladung durchhalten. Zum Vergleich: Sonys in den USA gerade gestartete Sony Smart Watch hält bei normaler Nutzung nur drei bis vier Tage durch. Durch den minimalistischen Ansatz – es gibt etwa keine Touchscreen-Bedienung – ist die Pebble-Uhr zudem schlanker und leichter als vergleichbare Smartwatches.
Am Gehäuse haben die Entwickler bereits Verbesserungen vornehmen können, so dass die Uhr nun auch bei heftigen Regengüssen und beim Schwimmen keinen Schaden nehmen soll(öffnet im neuen Fenster) . Ob es auch die von vielen Kickstarter-Unterstützern(öffnet im neuen Fenster) erbetene Unterstützung des neuen Bluetooth-Standards 4.0 geben wird oder ob sie mit einem bisher fehlenden Mikrofon auch zur Freisprecheinrichtung à la Dick Tracy(öffnet im neuen Fenster) wird, erscheint eher fraglich.
Auslieferung im Spätsommer 2012
Die Uhr soll in mehreren Farben erscheinen und je nach Farbe zwischen 115 und 125 US-Dollar kosten. Die ersten Uhren will Pebble im September 2012 ausliefern. Einige Prototypen, die für 99 US-Dollar angeboten wurden, sollen bereits im August an die Besteller ausgeliefert werden. Ein SDK für Pebble-Apps(öffnet im neuen Fenster) soll vor der regulären Auslieferung veröffentlicht werden und für alle kostenlos zur Verfügung stehen.
Nachtrag vom 19. April 2012, 16:16 Uhr
Noch 29 Tage Zeit – und Pebble hat mittlerweile über 5 Millionen US-Dollar an Geldzusagen.



