PDF: Vernichtendes Urteil von Usability-Experten

Online-PDF-Dokumente sind auch nach 20 Jahren problematisch zu lesen und für den Konsum durch Menschen schlicht ungeeignet.

Artikel veröffentlicht am ,
PDF - Gut für Drucker und Scanner, schlecht fürs Web
PDF - Gut für Drucker und Scanner, schlecht fürs Web (Bild: Flickr/CC-BY 2.0)

PDF-Dokumente sind online nach wie vor weit verbreitet. Ein falscher Klick auf einer Webseite und schon befindet man sich in einem seitenlangen PDF-Dokument. "Sie sind unangenehm zu lesen und zu navigieren und bleiben für die Anzeige digitaler Inhalte ungeeignet", fasst eine Studie des User-Experience-Experten Jakob Nielsen die Ergebnisse zusammen.

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Das transportable Dokumentenformat (Portable Document Format, PDF) wurde 1993 von Adobe veröffentlicht und wird inzwischen von der Association for Digital Document Standards e. V. (PDFA) fortgeführt. Gedacht war es dazu, Dokumente originalgetreu und unabhängig von Hardwareplattformen oder Programmen anzeigen zu können und damit Informationen transportabel zu machen: Egal wo oder wie betrachtet oder ausgedruckt: Layout, Schriftarten und Seitenumbrüche sollen gleich bleiben.

Das Problem für Nielsen ist auch nicht das Format selbst. "Das Format ist für den Druck vorgesehen und optimiert. Online ist es von Natur aus unzugänglich, unangenehm zu lesen und umständlich zu navigieren", schreibt er, noch bevor er die für die Benutzerfreundlichkeit negativen Punkte aufzählt. "Trotz der Beweise werden sie immer noch viel zu oft verwendet, um Inhalte online zu präsentieren", kritisiert er mit der Studie die Verwendung. "Benutzer versuchen, auf Elemente zu klicken, die anklickbar aussehen, nur um enttäuscht herauszufinden, dass dies nicht der Fall ist", fährt er fort.

Nielsen kritisiert die Online-Verwendung von PDFs nicht zum ersten Mal. Schon 1996 erklärte er in einem Artikel, dass man für Print und Online immer zwei Versionen erstellen sollte: "Eine, die für die Online-Anzeige optimiert ist (entsprechend in viele Dateien aufgeteilt ist und viele Hypertext-Links enthält) und eine, die für den Druck optimiert ist (ein gutes Layout hat und aus einem Stück besteht)." Im Jahr 2001 kritisierte er PDF in der Online-Verwendung direkt.

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Insomnia88 03. Sep 2020

Das "Kontext" geb ich dir zurück, denn ich verstehe nicht was genau an seiner Aussage...

TheUnichi 17. Aug 2020

Aber stell dir vor, du kriegst ein sauber formatiertes HTML-Dokument, dass du die sowohl...

franzropen 14. Aug 2020

Was anderes sagt die Studie auch nicht. Es geht um PDF als Webseiten-Ersatz.

M.P. 12. Aug 2020

Was hat dein Einwurf auf meine Antwort auf die Frage "Wo findet man das denn" (=PDF auf...



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