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PCIe-SSDs: Sandisk will 1,1 Milliarden US-Dollar für Fusion-IO zahlen

Der Spezialist für sehr schnelle SSDs auf PCI-Express-Karten, Fusion-IO, ist Sandisk 1,1 Milliarden US-Dollar wert. Beide Unternehmen haben sich bereits auf die Übernahme geeinigt, nur die Wettbewerbsschützer müssen noch zustimmen.
/ Nico Ernst
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IoDrive2 von Fusion-IO (Bild: Fusion-IO)
IoDrive2 von Fusion-IO Bild: Fusion-IO

Rein aus Barmitteln will Sandisk die 1,1 Milliarden US-Dollar aufbringen, die als Kaufpreis für Fusion-IO vereinbart wurden. Dies entspricht einem Preis von 11,25 US-Dollar für jede Aktie des übernommenen Unternehmens. Bis in die zweite Hälfte des Geschäftsjahrs 2015 sollen die Kosten für den Kauf die Bilanz von Sandisk belasten, danach erwartet das Unternehmen wieder Gewinne direkt aus der neuen Abteilung für PCIe-SSDs.

Diese Geräte, vorwiegend für den professionellen Einsatz ausgelegt, sind das Spezialgebiet von Fusion-IO. Die Firma stellt die Laufwerke anders als viele andere Anbieter auch als x16-Steckkarten her. Zudem entwickelt Fusion-IO eigene Controller sowie Software. Dazu zählen nicht nur die Firmware für die Controller, sondern auch ein SDK , das direkte Zugriffe auf die SSD durch die Prozessoren des Host-Systems ermöglicht, womit Engpässe des Betriebssystems umgangen werden können. Die dafür eingesetzten Techniken sind zum großen Teil proprietär und patentgeschützt. Der Zugriff darauf dürfte ein Hauptgrund für Sandisks großes finanzielles Engagement sein.

Dass solche Verfahren bald auch für Einzelplatz-PCs zugänglich werden könnten, geht aus der Ankündigung der Übernahme(öffnet im neuen Fenster) nicht hervor. Sandisk nennt dort als Hauptgrund für den Kauf den Stellenwert, den Laufwerke von Fusion-IO in Rechenzentren haben. Offenbar ist das Wachstum in diesem Segment Sandisks vorrangiges Ziel.

Die Aufsichtsräte beider Unternehmen haben der Übernahme bereits zugestimmt und sich auf den Kaufpreis geeinigt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2014 von Sandisk soll der Deal abgeschlossen sein, sofern die Regulierungsbehörden keine Einwände haben.


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