PCIe-SSD: SATA Express und NGFF sind das Ende von SATA

IDF

SATA als Protokoll hat nach dem Willen von Intel nicht mehr lange große Bedeutung. Stattdessen sollen SSDs in Zukunft direkt per Multilane-PCIe angebunden werden, da Single-Lane-SATA zu langsam ist. Zum Einsatz kommen dann NGFF-Module und der davon unabhängige neue SATA-Express-Stecker.

Artikel veröffentlicht am ,
SATA-Express-Konnektoren und NGFF-Module kommen
SATA-Express-Konnektoren und NGFF-Module kommen (Bild: Intel)

In einer der technischen Sessions des IDF hat Intel Details des bereits bekannten Next Generation Form Factor (NGFF) vorgestellt. Der Standard hat zwei Ziele: erstens, die Geschwindigkeit für SSDs erheblich zu erhöhen und zweitens, flachere Notebooks - sprich Ultrabooks - zu ermöglichen. Laut Intel sind mSATA-Module mit ihren 5 mm dafür zu dick und das SATA-Protokoll selbst mit 6 GBit/s zu langsam. Nach fast einer Dekade sieht Intel die Zeit für einen Nachfolger gekommen. SATA wird damit zu einem reinen Marketingnamen. So wird es parallel zu NGFF die neuen SATA-Express-Stecker geben, die wir erst später betrachten.

  • Aus einem Seagate-Dokument stammt dieser SFF-8639-Anschluss für Serverbedürfnisse.
  • Intels Präsentation zu NGFF
  • SATA Express kommt noch dazu.
  • Je nach Einsatzzweck kommt  in Zukunft eine andere Anschlusstechnik zum Einsatz.
  • Laut Intel eignet sich mSATA nicht für die Zukunft.
  • Stattdessen gibt es NGFF-Module.
  • Im Zuge der Umstellung soll auch gleich AHCI ersetzt werden. NVM Express soll besser mit sSDs funktionieren.
Intels Präsentation zu NGFF
Inhalt:
  1. PCIe-SSD: SATA Express und NGFF sind das Ende von SATA
  2. Vier verschiedene NGFF-Module

Eine Steigerung der SATA-Geschwindigkeit ist für Intel kein gangbarer Weg. Über eine einzige Lane mehr als 8 GBit/s zu schicken, ist eine schwer zu meisternde Herausforderung, wie Intel erklärte. Doch genau das wäre für weitere kompatible Geräte und Stecker notwendig. Das SATA-Konsortium hat schon vor einer Weile bekanntgegeben, dass bestehende Kabel nicht zuverlässig 12 GBit/s übertrügen. Das wurde bei der Entwicklung von SAS 3.0 (Serial Attached SCSI mit 12 GBit/s) deutlich. Die Kosten für eine neue SATA-Version würden höher werden.

Multilane-SATA ist nicht vorgesehen. Das wäre laut Intel prinzipiell möglich, würde aber neue Stecker und Kabel notwendig machen. Statt hier Aufwand zu betreiben, will Intel gleich neu anfangen und das fertige PCI Express die Aufgabe übernehmen lassen. Hier sind - seit der dritten Generation - schon länger 8 GBit/s möglich. NGFF-Module sollen zudem Multilane-fähig sein. Es wären also mit PCIe 3.0 bereits 16 GBit/s möglich, wenn als x2-Konfiguration zwei Lanes verwendet werden. Auch wenn mSATA-Module in Mini-PCIe-Slots stecken, schneller als die 6 GBit/s von SATA werden sie dennoch nicht.

2,5 mm dünne und 22 mm breite Sticks für WLAN, SSD und WWAN

Der neue Standard soll sowohl SATA für langsame SSDs als auch PCIe für schnelle SSDs unterstützen. Festplatten werden wohl auf absehbare Zeit SATA nicht ausreizen können, sie wird es aber auch nicht als NGFF-Module geben. NGFF soll aber durchaus für Module abseits der Speicherung der Daten genutzt werden, also auch gleich ein Nachfolger des Mini-PCIe werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Vier verschiedene NGFF-Module 
  1. 1
  2. 2
  3.  


iu3h45iuh456 18. Sep 2012

Ich glaube nicht, dass IT-Hardware Standards immer verworfen und neue gemacht werden...

elgooG 18. Sep 2012

Die Wahl des Mediums oder des Steckers reicht aber eben nicht für einen Standard. Mal...

lisgoem8 18. Sep 2012

Ja das hin und her kommt immer wieder. Wobei ich den Parallel-"Antrieb" eher als...

nie (Golem.de) 17. Sep 2012

Klar doch. Das war ne einfachere Lösung, als neue Controller mit drei Kabeln (2 für...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
TADF Technologie
Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
Artikel
  1. Brandenburg: DNS:Net-Verteiler sei wegen Telekom-Werbebanner überhitzt
    Brandenburg  
    DNS:Net-Verteiler sei wegen Telekom-Werbebanner überhitzt

    Bei DNS:Net kam es in dieser Woche bei starker Hitze zu einem Netzausfall in einem Ort. Schuld sei ein Werbebanner der Konkurrenz gewesen.

  2. Intel 13th Gen: Asrock hat schon Mainboard-Firmware für Raptor Lake
    Intel 13th Gen
    Asrock hat schon Mainboard-Firmware für Raptor Lake

    Intels Raptor Lake ist weder offiziell angekündigt noch verfügbar, die Hauptplatinen-Unterstützung ist aber bereits gegeben.

  3. Stranger-Things-Star: Netflix produziert Scifi-Film mit Millie Bobby Brown
    Stranger-Things-Star
    Netflix produziert Scifi-Film mit Millie Bobby Brown

    The Electric State spielt in einem retrofuturistischen Amerika, Regie führen die Russo-Brüder. Das Netflix-Projekt soll über 200 Millionen US-Dollar kosten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • MindStar (MSI RX 6700 XT 499€, G.Skill DDR4-3600 32GB 165€, AMD Ryzen 9 5900X 375€) • Nur noch heute: NBB Black Week • Top-TVs bis 53% Rabatt • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ • Samsung Galaxy S20 FE 5G 128GB 359€ [Werbung]
    •  /