PCIe 5.0 SSDs: Viel Strom für mittelmäßige Performance
Mittlerweile gibt es die ersten PCIe Gen5 SSDs im Handel. Corsair verkauft die MP700(öffnet im neuen Fenster) , Crucial die T700(öffnet im neuen Fenster) und von Gigabyte ist die Aorus Gen5 10000(öffnet im neuen Fenster) auf dem Markt. Der japanische Hersteller Nextorage, welcher zu Phison gehört, hat nun die NE5N mit PS5026-E26 Controller und 232-Layer-NAND herausgebraucht, die Kollegen von Heise konnten bereits erste Tests(öffnet im neuen Fenster) damit durchführen.
Allen bisher erhältlichen SSDs ist gemein, dass keine davon das theoretische Maximum von 14,5 GByte/s sequenzieller Übertragungsrate erreicht. Erst die nächste Generation NAND-Flash wird die zur Verfügung stehende Bandbreite wieder voll ausreizen können. Stattdessen kommt momentan ähnlicher oder baugleicher NAND-Flash wie auf bisherigen PCIe Gen4 SSDs zum Einsatz, der aber nicht mehr durch den Anschluss limitiert wird.
Prinzipiell ist das für Besitzer von Mainboards mit PCIe-Gen5-Anschlüssen wünschenswert. Bei den neuesten AMD- und Intel-Prozessoren ist auf den meisten Mainboards mindestens ein entsprechender M.2-Port vorhanden. Der Preis dafür ist aber die offenbar hohe Leistungsaufnahme der SSDs, bis zu 11 Watt können sie sich aus dem M.2-Slot ziehen.
Das offenbart sich auch in den mitgelieferten Kühlern. Fast alle Gen5-SSDs werden mit einem großen Kühlkörper versehen oder vom Hersteller explizit für die Verwendung mit einem geeigneten SSD-Kühler am Mainboard vorgesehen. Ohne Kühlung müssen sich die SSDs stark drosseln(öffnet im neuen Fenster) , sonst droht sogar Datenverlust .
Käufer müssen daher gut abwägen, ob sie die höhere Leistungsaufnahme zugunsten der besseren Performance tolerieren wollen und ob die SSD auch entsprechend gekühlt werden kann. Spätestens die zweite Generation der PCIe Gen5 SSDs könnte die Leistungsaufnahme wieder etwas senken, vor allem aber auch die volle Geschwindigkeit der Schnittstelle ausreizen. Damit würde zumindest die Durchsatzrate pro Watt wieder besser.
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