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PC-Spielekonsole: Steam Box ohne Windows

Die von Valve entwickelte eigene PC-Spielekonsole Steam Box wird offenbar mit Linux kommen, nicht mit Windows. Und sie ist nicht das einzige spannende Hardwareprojekt, das Valve 2013 öffentlich vorstellen will.

Artikel veröffentlicht am ,
Big Picture - Vorbereitung auf Valves Linux-Spielekonsole Steam Box
Big Picture - Vorbereitung auf Valves Linux-Spielekonsole Steam Box (Bild: Valve/Screenshot: Golem.de)

Vermuten konnte man es schon, denn Valve-Chef Gabe Newell hält Windows 8 für eine Katastrophe: Die Steam Box kommt nicht mit Windows, sondern mit Linux. Das bestätigte uns Ben Krasnow, einer von Valves Hardwareentwicklern, auf Nachfrage. Damit bekommt der in der offenen Beta befindliche Linux-Client von Valves Download- und Community-Plattform Steam eine ganz neue Bedeutung - insbesondere, weil unter Linux auch der Big-Picture-Modus unterstützt wird.

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Mit Big Picture können über Steam angebotene PC-Spiele inklusive passender Controller-Unterstützung fit gemacht werden für Fernseher, Gamepads und das Spielen vom Sofa aus. Das Angebot von angepassten PC-Spielen auf Steam wird immer größer und enthält längst nicht nur Indie-Spiele. Dazu wächst auch das Angebot an Linux-Spielen Stück für Stück, auch wenn Windows- und Mac-Spiele noch den Großteil des Angebots ausmachen.

Valve-Mitarbeiter und Maschinenbauingenieur Krasnow sprach vergangenen Samstag, dem 29. Dezember 2012, auf der EHSM-Konferenz über seine privaten Projekte: In seiner Freizeit baut er unter anderem Körperscanner - Golem.de berichtete über seine Röntgenexperimente mit werkzeugschmuggelnden Hühnchen. Bevor er 2011 dabei half, gemeinsam mit Jeri Ellsworth die Hardwareabteilung von Valve aufzubauen, baute er als Unternehmer unter anderem Eingabegeräte für den Einsatz in Computertomographen. Die Geräte nutzten Wissenschaftler für ihre Experimente in der Hirnforschung.

Mehr als eine Konsole

Seine Erfahrung mit Eingabegeräten, bildgebenden Verfahren, Bildanalyse und Elektronik dürften Krasnow auch zugutekommen, weil laut seiner Aussage Valve auch an Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Projekten arbeitet. Unklar ist, ob dabei etwa auch mit den Entwicklern der VR-Brille Oculus kooperiert wird. Ob die AR- und VR-Projekte schon 2013 zur Geltung kommen werden, schrieb Krasnow uns nicht.

Allerdings wird es ihm zufolge nicht nur bei der offiziellen Vorstellung der Steam Box bleiben: "Das Hardware Lab hat auch einige geheime Projekte, die 2013 veröffentlicht werden. Wir haben eine gute Gruppe aus Elektronik- und Mechanikingenieuren, und wir freuen uns darauf, einige wirkliche coole Sachen zu bauen", so Krasnow. Bereits im Sommer 2012 bemängelte die Valve-Führung einen frustrierenden Mangel an Innovation im Bereich der Computerhardware - in einer Stellenanzeige. In der hieß es auch: "...das wollen wir ändern."

Es wird also spannend, ob es bereits auf der Game Developers Conference (GDC) 2013, die vom 25. bis zum 29. März 2013 in San Francisco stattfindet, erste konkrete Hardwarevorstellungen von Valve geben wird, oder ob sich das Unternehmen noch bis zur großen US-Spielefachmesse E3 2013 gedulden wird, die vom 11. bis zum 13. Juni 2013 in Las Vegas stattfindet.

Sony Computer Entertainment, Nintendo und Microsoft könnten mit der Steam Box also recht bald einen ernstzunehmenden Konkurrenten aus dem PC-Bereich bekommen - während Ouya von der Mobil-Seite her mit seiner gleichnamigen Android-Spielekonsole Ouya angreift.



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b1nary 03. Jan 2013

nicht das ich die Steambox in irgendeiner Form gutheisse, aber könntest du bitte deine...

mark2020 03. Jan 2013

wenn ich schon ne konsole kaufe, dann werde ich nur noch den Stecker reinstecken und los...

b1nary 03. Jan 2013

Wie immer wenn ich zulange eine solche Diskussion lese, muss ich auch ein wenig Senf dazu...

throgh 03. Jan 2013

Okay, kann ich soweit nachvollziehen. Sicherlich ist die OpenGL-Unterstützung bei vielen...

throgh 03. Jan 2013

Okay, dann differiert unsere Meinung hier. Das ist ja nicht allzu schlimm! Allerdings...


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