PC-Markt: Trotz Windows-10-Ende verkaufen sich PCs nicht besser

Obwohl in diesem Jahr der offizielle Support für Windows 10 abläuft, scheinen sich neue PCs mit Windows 11 nicht sonderlich besser zu verkaufen. Das ergeben zumindest einige Zahlen, die vom Marktforschungsinstitut Gartner herausgegeben wurden(öffnet im neuen Fenster) .
Demnach wurden im vierten Quartal 2024 1,4 Prozent mehr Produkte verkauft als noch im vierten Quartal 2023. Über das ganze Jahr 2024 gesehen betrug der Zuwachs 1,3 Prozent.
Einen Grund sieht Gartner-Analyst Ranjit Atwal in den Preisen für neue PCs, die unter anderem für Microsofts Copilot-KI ausgelegt sind. "Für die Verbraucher war der Preis von KI-PCs ein Hindernis für eine mögliche Anschaffung" , sagte der Analyst.
Insgesamt wurden im Jahr 2024 245,3 Millionen Geräte verkauft. Es ist das zweite Jahr in Folge, in dem die Verkaufszahlen unter 250 Millionen Einheiten liegen.
China zieht Statistik herunter
Einige Hersteller verzeichneten allerdings ein deutliches Wachstum. Der größte PC-Hersteller bleibt dabei Lenovo, der mit 25,6 Prozent Marktanteil und einem Wachstum von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gut dasteht.
Auch Apple legte um 4,6 Prozent, Asus sogar um 9,8 Prozent zu. Dafür verloren die Hersteller HP und Dell Anteile. HP verkaufte 1,7 Prozent weniger Geräte. Dell blieb mit -0,1 Prozent relativ stabil.

In Europa ist das Wachstum etwas größer als im weltweiten Durchschnitt. Die Absatzzahlen wurden hier um 1,9 Prozent gesteigert. Die US-Verkaufszahlen sanken derweil um 1,7 Prozent.
Gartner sieht unter anderem den asiatischen Markt und speziell das stark nachlassende Interesse in China als einen der Gründe für die weltweit nahezu stagnierenden Verkaufszahlen. In China wurden 12 Prozent weniger Geräte verkauft. US-Wirtschaftsembargos machen den Verkauf neuer Hardware auch vergleichsweise schwierig.



