Fokus auf High-Performance-Produkte
Nicht nur der Speicher wird teurer, auch bei den Prozessoren zeichnet sich ein Aufwärtstrend ab. Intel soll die Preise für Einstiegsprozessoren und ältere Generationen bereits um mehr als 15 Prozent angehoben haben. Es wird erwartet, dass Mainstream- und High-End-Modelle in Kürze folgen.
Dabei priorisiert Intel derzeit die verfügbaren Kapazitäten für margenträchtige High-Performance-Produkte und Servermodelle. Auch für AMD-Prozessoren hält Trendforce Lieferengpässe und daraus resultierende Preissteigerungen für wahrscheinlich.
Ausnahme Apple
Marktforscher von Gartner(öffnet im neuen Fenster) prognostizieren bereits das Ende günstiger Notebooks, wobei insbesondere die Preisklasse unter 500 Euro betroffen ist. Eine Ausnahme bildet Apple, das mit dem Macbook Neo die 700-Euro-Klasse adressiert. Aufgrund seiner schieren Größe verfügt das Unternehmen über eine exzellente Verhandlungsposition gegenüber Speicherherstellern. Zudem ist Apple von Preissprüngen bei Intel oder AMD unabhängig, da das Unternehmen eigene Prozessoren beim Auftragsfertiger TSMC produzieren lässt.
Zusätzlichen Druck üben knappe Packaging-Ressourcen aus. Da Chipfertiger die Kapazitäten zum Zusammensetzen der Prozessoren priorisiert für Oberklasse-Chips, Server-CPUs und KI-Beschleuniger einsetzen, gerät die Versorgung mit Komponenten für preiswertere Notebook-Klassen weiter unter Druck.